VW Abgas-Skandal

KBA erteilt Freigabe für restliche VW- Dieselmotoren 

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Volkswagen darf nach Freigabe des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) nun auch die noch fehlenden vom Dieselskandal betroffenen Motoren umrüsten.

Volkswagen darf nach Freigabe des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) nun auch die noch fehlenden vom Dieselskandal betroffenen Motoren umrüsten.

Für den Zuständigkeitsbereich der Behörde lägen nun alle erforderlichen Genehmigungen vor, teilte VW am Mittwoch in Wolfsburg mit. In den kommenden Wochen sollen die betroffenen Autofahrer die Benachrichtigung erhalten, dass die Umrüstung für ihr Auto verfügbar ist und sie einen Termin mit einer Vertragswerkstatt vereinbaren können.

Seit Anfang 2016 ruft der Volkswagenkonzern betroffene Diesel-Autos in die Werkstatt. Das ursprüngliche Ziel des Konzerns war es, die gesamte Umrüstaktion in diesem Jahr abzuschließen.

Das Stickoxid-Problem N0X

Der Volkswagen-Konzern hatte im September 2015 zugegeben, Abgaswerte von bestimmten Dieselmotoren im Testbetrieb unzulässig geschönt zu haben. Bei den betroffenen Motoren ist ein Softwareprogramm mit einer "unzulässige Abschaltvorrichtung" eingebaut. Diese Software kann dafür sorgen, dass im Testbetrieb deutlich weniger gesundheitsschädliche Stickoxide (Nox-Werte) gemessen werden als im regulären Betrieb. Weltweit sind rund 11 Millionen Fahrzeugen betroffen, in Deutschland rund 2,6 Millionen.

Die Technik für betroffenen VW 1.6 TDI Motoren 

Viele europäische und internationale Zulassungsbehörden orientieren sich mit ihren Zulassungsbestimmungen am KBA. Für die USA und Kanada gilt das nicht: Dort zahlt der Konzern betroffenen Kunden unter anderem Entschädigungen in Milliardenhöhe, in Europa sieht der Konzern wegen einer anderer Rechtslage dazu keine Veranlassung. An zahlreichen Gerichten sind dazu jedoch Verfahren anhängig.

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dpa/ml

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