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BGH-Urteil

VW-Abgasskandal: Neuwagen-Käufern steht Restschadenersatz zu

Volkswagen
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Der BGH hat Neuwagen-Käufern im VW-Abgasskandal einen Restschadenersatz zugesprochen.

Wer im Abgasskandal zu spät vor Gericht gezogen ist, kann noch auf Restschadenersatz von VW hoffen. Bei den Gebrauchten ist zwar nichts mehr zu holen. Aber Neuwagen-Käufer bekommen nun Rückendeckung vom BGH.

Karlsruhe - Besitzer eines vom Abgasskandal betroffenenDiesels, die nicht rechtzeitig gegen VW geklagt haben, könnentrotzdem Anspruch auf finanzielle Entschädigung haben.Grundvoraussetzung ist, dass das Auto neu gekauft wurde. Dann kannVolkswagen zur Zahlung von sogenanntem Restschadenersatz verpflichtetsein, wenn die Forderungen schon verjährt sind, wie der KarlsruherBundesgerichtshof (BGH) am Montag urteilte. (Az. VIa ZR 8/21 u.a.)

Die obersten Zivilrichterinnen und -richter entschieden in zweiFällen aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, dass VW nicht nur denreinen Gewinn aus dem Verkauf herausgeben muss. Stattdessen läuft eswie beim eigentlichen Schadenersatz: VW muss den Kaufpreisgrößtenteils zurückerstatten. Dafür muss der Kunde sein Auto hergebenund sich die damit zurückgelegten Kilometer anrechnen lassen.

Ob sich eine Klage auf Restschadenersatz lohnt, hängt also starkdavon ab, wie intensiv der Diesel gefahren wurde und ob man sichüberhaupt von dem Auto trennen möchte. Die Frist dafür beträgt zehnJahre ab Kauf. Eine Klage kommt also auch nur noch fürDiesel-Besitzer infrage, die ihr Auto zwischen Februar 2012 undSeptember 2015 erworben haben. Damals kam der Skandal ans Licht.

Bei Gebrauchtwagen gibt es grundsätzlich keinen Anspruch aufRestschadenersatz, wie der BGH vor eineinhalb Wochen entschieden hat. dpa

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