VW Amarok: Wolf mit Anspruch

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Der Name klingt nach brennend heißem Wüstensand: Amarok nennt VW seinen Pick-up.

Der Name klingt nach brennend heißem Wüstensand. Amarok nennt VW seinen Pick-up, ein Pritschenwagen, der auf deutschen Straßen noch Exotenstatus wahrt.

VW Amarok 2,0 TDI 4Motion

Leistung: 120 kW/163 PS

Drehmoment: 400 Nm

0-100 km/h: 11,1Sekunden

Spitze: 181 km/h

Verbrauch: 7,9 l/100 km

CO2: 209 g/km

Preis: ab 30.814 Euro

Der aber reif für eine Rolle in einem modernen Western ist und auf den Märkten in Afrika oder Südamerika mitmischen will. Dafür hat sich der Pick-up aus Wolfsburg in Edeltransporter-Schale geworfen und geizt auch nicht mit Limousinen-Komfort. Erhaben thront man auf seinem Fahrersitz, die große Freiheit lockt. Nur wenn's ums Einparken des 5,25 Meter langen und 1,95 Meter breiten Pickups geht, wird man einigermaßen kleinlaut. Trotz üppig dimensionierter Außenspiegel bedarf es einiger Hilfestellung, um in die passende Lücke zu lenken. Hier hilft der freundliche Nachbar. Schließlich hat man sich während der Test-Tage mit dem Transport sperriger Güter beliebt gemacht. Denn die erlaubte Zuladung von 1,2 Tonnen des zwei Tonnen Schwergewichts ist kaum zu erreichen. Selbst bei fünfköpfiger Besatzung und ordentlicher Beladung nicht, die eine gewisse Logistik erfordert, um alles unter dem Deckel verschwinden zu lassen.

Durch dick und dünn

Allein die Hinterbänkler könnten über steile Lehnen, kurze Sitzflächen und knappe Kniefreiheit maulen. Der Fahrer schätzt dagegen die Van-Anmutung seines Arbeitsplatzes und technische Errungenschaften wie den Tempomat, der selbst Autobahnfahrten mit diesem Arbeitsgerät erträglich macht. Bei den vielen Geschwindigkeitsbegrenzungen rundum wird die Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h eh nur vorübergehend erreicht. Dabei macht der Zweiliter-Biturbo-Common Rail-Diesel mit seinen 163 PS und den satten 400 Newtonmeter Drehmoment einen ausgesprochen guten Eindruck.

Kultiviert mit Klasse: VW Amarok Pick up

Kultiviert mit Klasse: Amarok der neue VW Pickup

Der Wolfsburger Trumm hat ausreichend Kraft, sein Bordcomputer durch Dick und Dünn mit vielen Stadtfahrten pendelte sich um die neuneinhalb Liter Diesel auf 100 Kilometer ein. Und selbst die Blattfedern an der Hinterachse fordern kaum Abstriche am Fahrkomfort. Natürlich brummt er vernehmlich, wenn man dem automobilen Mustang die Sporen gibt. Schließlich soll man seine Kraft auch hören.

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Der Wolf unter den Pickups

Vor allem im winterlichen Chaos macht der Amarok eine blendende Figur. Allrad- und Untersetzungsgetriebe sind per Knopfdruck zuschaltbar, das Sechsgang-Getriebe arbeitet präzise, eine Automatik wäre wünschenswert. Und für einen Transporter ist der große Wolfsburger mit elektronischem Stabilisator (ESP), vier Airbags, Klimaanlage, Lederpolster und Navigationssystem ein modernes Gefährt.

Dass der Lastenstemmer so nicht gleich zur Familienkutsche mutiert, ist selbstverständlich. Man muss schon Spaß am Pick-up-Fahren haben, um die Amarok-Vorzüge zu genießen. Ein Wolf mit technischem Anspruch, und die VW-Entwickler unterstreichen damit souverän: Das können wir auch!

KLAUS ACKERMANN

Der Scorpions-Amarok

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