Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Psychologie

Was tun, wenn mich der Straßenverkehr aggressiv macht?

Wer sich in brenzlichen Situationen nicht unter Kontrolle hat, sollte das Auto besser stehen lassen. Foto: Jens Büttner
+
Wer sich in brenzlichen Situationen nicht unter Kontrolle hat, sollte das Auto besser stehen lassen. Foto: Jens Büttner

Im Straßenverkehr muss man mit Fehlern anderer rechnen und darf sich von diesen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sonst droht schnell eine Eskalation der Situation. Wer anfällig für Aggressionen ist, sollte deshalb das Autofahren unter Stress und Zeitnot meiden.

Stuttgart (dpa/tmn) - «Gib endlich Gas, Du Penner!», «Bist Du blind?» oder «Wo hast Du denn Deinen Führerschein gemacht?» - Sätze wie diese dürften in deutschen Autos öfters fallen, ist sich die Prüforganisation Dekra sicher. Dazu kommen Hupen, Drängeln, dichtes Auffahren und vieles mehr.

In solchen Momenten rückt Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) in weite Ferne: «Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht», heißt es dort. Und: «Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.»

Das bedeutet im Klartext: Als Autofahrer hat man auch mit unliebsamen Gegebenheiten wie Staus, ständig roten Ampeln oder ortsunkundigen Verkehrsteilnehmern zurechtzukommen und muss mit Fehlern anderer rechnen. Dass es in der Realität häufig anders aussieht, zeigt das nicht selten aggressive Verhalten auf der Straße: «Dies ist auch Ausdruck einer Abwehrreaktion, die als Widerstand gegen äußere oder innere Einschränkungen zu interpretieren ist», erklärt der Dekra-Verkehrspsychologe Thomas Wagner.

Diese Reaktion resultiere aus dem Gefühl heraus, dass einem durch das Verhalten anderer oder durch sonstige äußere Einflüsse die Freiheit genommen werde, die man zu haben meint. «Die vermeintlich entgangene Freiheit will man sich dann durch Ausgleichshandlungen wie Drängeln, Rasen oder Beschimpfungen wieder zurückholen», erläutert Wagner.

Doch das muss nicht sein, wenn Autofahrer ein paar Dinge beherzigen. Zum Beispiel, indem sie sich die erwähnten StVO-Grundregeln bewusst machen und Fehler anderer verzeihen. «Grundsätzlich sollte man auch nicht unter Stress oder Zeitnot eine Fahrt antreten, sonst ist man deutlich anfälliger für eine weitere Eskalation», sagt Wagner.

Wem während der Fahrt auffällt, dass er unter Druck steht, hält er besser an, legt eine Pause ein und atmet tief durch. Bei häufigen Verhaltensentgleisungen sei der Besuch eines Stress-Seminars oder auch eines Fahreignungsseminars zum Punkteabbau empfehlenswert.

Kommentare