Jetzt Auto winterfit machen!

Trostberg - Sinkende Temperaturen, zunehmende Kälte: Der Winter hält nun auch bei uns Einzug. Höchste Zeit, das Auto winterfit zu machen!

Auf Winterausrüstung umzusteigen bringt Sicherheit, eigentlich sollte dies schon längst erledigt sein. Deshalb an dieser Stelle und aus gutem Grund nochmals der eindringliche Appell und die Bitte an die Kraftfahrer: "Für die Winter-Umrüstung - wenn noch nicht geschehen - ist es allerhöchste Zeit" ! 
 Beim ersten Schneefall oder Glatteis ergibt sich leider jedes Jahr das gleiche Bild: es ereignen sich innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Verkehrsunfällen, die zwar meist zum Glück "nur" Blechschäden sind, für die Betroffenen aber trotzdem viel Ärger bereiten und für die Polizei jede Menge zusätzliche Einsätze mit sich bringen. Unfallursache ist meist der Umstand, dass sich die Verkehrsteilnehmer zum einen mental noch nicht auf die veränderten Witterungsbedingungen eingestellt haben aber auch zum anderen ihre Fahrzeuge den veränderten Bedingungen noch nicht angepasst haben. Dabei spielt vor allem die rechtzeitige, richtige Winterbereifung eine entscheidende Rolle. 

Mit dem Sinken der Außentemperaturen sollte die Montage und der Gebrauch der speziell dafür hergestellten und abgemischten Winterreifen eine Selbstverständlichkeit sein. Winterreifen haben aufgrund ihrer speziellen Gummimischung für die kalte Jahreszeit die bessere Haftung und gleichzeitig das bessere Handling und bieten somit deutlich mehr Fahrsicherheit und Bremsreserven als Sommerreifen. Schon ab Temperaturen von weniger als + 7 Grad erhöhen sich die vorgenannten Sicherheitsaspekte deutlich.  
 Deshalb appelliert die PI Trostberg angesichts der Vorankündigung der Meteorologen eindringlich an alle Kraftfahrer: Möglichst schnell sollten Fahrzeuge auf "Winterbetrieb" umgerüstet werden. Natürlich sollte das Profil der Winterreifen entsprechend ausreichend sein (Empfehlung: mindestens 4 mm Profiltiefe über die gesamte Lauffläche). Beim Montieren der Winterreifen sollten diese rundum auf Beschädigungen (Risse, Flankenbeschädigungen, Profilschäden etc) untersucht werden. Nach der Montage muss dann auch noch gleich der richtige Reifenluftdruck kontrolliert werden, ein Blick ins Fahrzeughandbuch hilft hier weiter. Die Kombination von Sommer- und Winterreifen auf einer Achse ist unzulässig und beeinträchtigt zudem erheblich die Verkehrssicherheit.  
 

Wer ein kennzeichnungspflichtiges Fahrzeug mit gefährlichen Gütern führt, muss bei einer Sichtweite unter 50 m, bei Schneeglätte oder Glatteis jede Gefährdung anderer ausschließen und wenn nötig den nächsten geeigneten Platz zum Parken aufsuchen. 
 Eine absolute Winterreifenpflicht für einen bestimmten Zeitraum ist zwar nicht festgelegt. Kfz-Führer, die wegen unzureichender Bereifung Verkehrsstauungen oder -unfälle verursachen, können jedoch durch die Polizei verwarnt oder angezeigt werden (je nach Verstoß). Das gilt im übrigen auch für sonstige Ausrüstungsmängel im Hinblick auf die Witterung.  
 In der kalten und dunklen Jahreszeit ist es mindestens genauso wichtig, die Beleuchtungsanlage des Fahrzeugs zu überprüfen: funktionieren alle Scheinwerfer und Leuchten und sind sie auch richtig eingestellt ? Im Herbst und Winter sind die Straßen häufig nass und verschmutzt. Durch vorausfahrende Fahrzeuge verschmutzen Scheinwerfer stark und verlieren dabei einen Teil ihrer Leuchtkraft. Deshalb gilt: Mehrmals pro Woche sollte man die Beleuchtungseinrichtungen auch reinigen, um wieder die volle Leuchtkraft zu erhalten, sowohl nach vorne als auch nach hinten. Und nicht nur, um selbst besser zu sehen, sondern auch vor allem um besser gesehen zu werden. Dazu gehört natürlich auch eine funktionierende Scheiben- und evtl. auch Schweinwerferwaschanlage mit vollem Behälter und entsprechend dosiertem Frostschutz (mind. bis - 25 Grad). Vor Fahrtantritt sind alle Scheiben von Eis und Schnee zu säubern.  

Nicht zuletzt trägt auch eine funktionierende Heizungs- bzw. Klimaanlage im Fahrzeug zum Wohlbefinden des Kraftfahrers und damit auch zu einem entspannten Fahren und zur Erhaltung der Aufmerksamkeit bei. 
 Aber auch der "Zustand" und die "persönliche Einstellung des Fahrers" auf die veränderten Bedingungen sind außerordentlich wichtig: Vorbereitet zu sein auf den Winter heißt auch, sich selbst auf erschwerte Witterungsbedingungen (Glatteis, Nebel, Schneefall ...) und widrige Straßenverhältnisse einzustellen. Frühmorgens sollte man um Einiges eher aufstehen und mehr Zeit für die Fahrt zum Arbeitsplatz einplanen, um keine Hektik aufkommen zu lassen. Vor allem aber sollte man seine Fahrweise den veränderten Verhältnissen anpassen, wenn es glatt wird oder Schnee fällt: Weit vorausschauend fahren, dosiert mit Gas- und Bremspedal umgehen und natürlich grundsätzlich die Geschwindigkeit den Verhältnissen auf der Straße anpassen ! Im schlimmsten Fall ist es allemal besser, etwas zu spät zur Arbeit zu kommen als wegen eines Schnee- oder Glatteisunfalls im Krankenhaus zu landen. Am Anfang des Winters und ganz besonders nachts sollte man auch jetzt schon auf die ersten Nachtfröste - beispielsweise in Waldstücken und auf Brücken - aufpassen! 
 

Auch die Kommunikation mit den anderen Verkehrsteilnehmern per "Augenkontakt" kann in vielen Situationen helfen, gerade bei erschwerten und winterlichen Verkehrsverhältnissen. Kraftfahrern, die offensichtlich mit den winterlichen Bedingungen noch nicht umgehen können und sich "unsicher verhalten", sollte partnerschaftlich im Verkehr begegnet werden. Und nicht nur die Kraftfahrer "leiden" unter dem Winter. Auch Schulkinder, ältere Leute, Behinderte und auch Zweiradfahrer finden "erschwerte Bedingungen" vor und haben Probleme im Verkehrsgeschehen.  
 Allerwichtigster Grundsatz: Gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer und vor allem Rücksichtnahme auf "Schwächere" ! 

Pressemittelung Polizei Trostberg

Rubriklistenbild: © dpa

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