Wegen des schlechten Sommerwetters

Weniger Verkehrstote, aber mehr Unfälle

Wiesbaden - Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen: Weniger Menschen sind in der ersten Hälfte des Jahres ums Leben gekommen. Eine andere Zahl ist allerdings gestiegen.

Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote: Auf Deutschlands Straßen sind im ersten Halbjahr 1.693 Menschen ums Leben gekommen. Das waren 126 Menschen oder 6,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Gleichzeitig nahm die Zahl der Verletzen leicht zu. Sie erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 184.500. Zudem wurden insgesamt mehr Unfälle registriert. Die Statistiker verzeichneten einen Zuwachs um 2,7 Prozent auf 1,16 Millionen Unfälle.

Besonders stark gingen - laut den vorliegenden Daten aus den ersten fünf Monaten - die Zahlen der getöteten Motorradfahrer und -mitfahrer sowie die der tödlich verunglückten Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren zurück. In dieser Altersgruppe kamen 37 Personen ums Leben, fast 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei den Zweiradfahrern verringerte sich die Opferzahl um fast 30 Prozent auf 176. Die Statistiker führen dies unter anderem auf das durchwachsene Sommerwetter zurück.

Regional verlief die Entwicklung im ersten Halbjahr unterschiedlich: In elf Bundesländern kamen weniger Menschen bei Unfällen ums Leben. In Nordrhein-Westfalen sank die Zahl um knapp ein Viertel auf 242 Todesopfer. Im Saarland halbierte sie sich nahezu von 24 auf 13 Personen. Ähnlich deutlich war der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern, wo 31 Getötete weniger als im ersten Halbjahr 2011 registriert wurden.

In vier Ländern gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr Tote im Straßenverkehr. In Rheinland-Pfalz erhöhte sich die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer um 22 auf 108.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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