35-Jähriger erpresst Warenhauskette

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Der Mann hat die Vorwürfe eingeräumt.

Memmingen/Kempten - Weil er eine Warenhauskette erpresst haben soll, muss sich ein 35 Jahre alter Mann von diesem Montag an wegen versuchter räuberischer Erpressung und Brandstiftung vor dem Landgericht Memmingen verantworten.

Der 66 Jahre alten Mutter des Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe zu den Taten vor. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, soll der 35-Jährige im Februar zwei Erpresserschreiben an eine deutschlandweit vertretene Warenhauskette geschickt und darin die Übergabe von 20 Millionen Euro gefordert haben. In den Briefen gab der Täter an, vergiftete Lebensmittel in den Verkaufsregalen von zehn Märkten der Kette deponiert zu haben. In dem zweiten Schreiben bekannte sich der Täter außerdem zu einer Brandstiftung in Kempten.

Im Außenbereich eines Warenhauses waren am 10. Februar Paletten und verschiedene Waren in Brand gesetzt worden. Dabei war ein Schaden in Höhe von 120 000 Euro entstanden. Nach Angaben des Gerichts war der Angeklagte bei einer vereinbarten Geldübergabe in Kempten festgenommen worden. Er befindet sich seit Februar in Untersuchungshaft und hat die Tatvorwürfe eingeräumt. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt.

dpa

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