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50. Jahrestag des Terroranschlags

„Wir bitten um Verzeihung“: Söder entschuldigt sich bei Angehörigen der Olympia-Attentatsopfer

Söder bittet Angehörige der Olympia-Attentatsopfer um Verzeihung
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„Ich entschuldige mich ausdrücklich im Namen des Freistaats Bayern für die Fehler und für die Versäumnisse, die damals gemacht wurden, und ich entschuldige mich auch, dass es so lange gedauert hat, bis man darüber redet und bis man eine Entschädigung gefunden hat“, sagte Söder am Montag.

50 Jahre nach dem Olympia-Attentat von München am 5. September 1972 wurde auf dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck der Opfer von damals gedacht. Bei der Geiselnahme, die von der Polizei blutig beendet wurde, kamen elf Mitglieder der israelischen Olympia-Mannschaft sowie fünf ihrer palästinensischen Entführer und ein deutscher Polizist ums Leben.

Fürstenfeldbruck - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Angehörigen der Opfer des Olympia-Attentats von 1972 um Verzeihung gebeten und sich für damals gemachte Fehler entschuldigt.

„Wir bitten um Verzeihung“

„Ich entschuldige mich ausdrücklich im Namen des Freistaats Bayern für die Fehler und für die Versäumnisse, die damals gemacht wurden, und ich entschuldige mich auch, dass es so lange gedauert hat, bis man darüber redet und bis man eine Entschädigung gefunden hat“, sagte Söder am Montag bei einer Gedenkveranstaltung in Fürstenfeldbruck zum 50. Jahrestag des Attentats auf die israelische Olympia-Mannschaft. „Wir bitten um Verzeihung“, sagte Söder.

„Die Täter waren Terrorgruppen, aber es wurden trotzdem viele Fehler gemacht“, sagte Söder. Als Ministerpräsident sage er: „Auch wir haben dort Fehler gemacht.“ Die Polizei sei nicht auf eine solche Situation vorbereitet gewesen. Deutschland trage eine historische Verantwortung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.r.), seine Ehefrau Elke Büdenbender (r), Izchak Herzog (2.v.l.), Präsident von Israel, und seine Ehefrau, Michal Herzog, legen während der Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag des Anschlags auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen 1972 in München an der Gedenkstelle am Tower des Fliegerhorsts einen Kranz nieder.

Elf Israelis in München ums Leben gekommen

Elf Mitglieder des israelischen Olympiateams und ein deutscher Polizist waren bei dem Attentat ums Leben gekommen. Mit diesem wollten palästinensische Terroristen mehr als 200 Gefangene in Israel und die RAF-Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof freipressen.

Befreiung endete in Blutbad

Die Attentäter waren am frühen Morgen des 5. September 1972 in die Unterkunft der Sportler im Olympischen Dorf in München eingedrungen, hatten zwei Männer erschossen und neun Geiseln genommen. Rund 18 Stunden später endete ein Befreiungsversuch auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck mit einem Blutbad. Alle neun Geiseln, der Polizist Anton Fliegerbauer und fünf Attentäter starben.

dpa/red

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