Auf der A73

Grausiger Fund im Kofferraum bei Polizei-Kontrolle - Fahrer reagiert teilnahmslos

Beamten kontrollierten einen verdächtigen Wagen auf der A73. Im Kofferraum erwartete sie das kalte Grauen. Nun gibt es erstmals Details zu dem spektakulären Fall.

  • Im November vergangenen Jahres wurde eine Frauen-Leiche in einem Kofferraum gefunden.
  • Heute startet der Prozess um den mutmaßlichen Täter.
  • Der 22-Jährige schweigt zum Prozessbeginn.

Update vom 5. Dezember 2019, 14.50 Uhr: Nach Informationen der dpa schilderten die Polizisten, wie sich der Beschuldigte widerstandslos festnehmen ließ. Er habe dabei apathisch gewirkt. Allerdings habe er später auf der Dienststelle für sich einen bestimmten Rechtsanwalt angefordert. Sein Mandant werde sich zu der Tat nicht äußern, erklärte der Verteidiger am ersten Verhandlungstag.

Weil der Mann nach Ansicht der Staatsanwaltschaft unter einer schizophrenen Psychose leidet, sei er zur Tatzeit „nicht ausschließbar schuldunfähig“ gewesen. Daher gibt es in dem Verfahren keine Anklage, sondern einen Antrag in einem Sicherungsverfahren.

Der Anwalt der 30-jährigen Tochter des Opfers sagte, es sei schwer für seine Mandantin, dem mutmaßlichen Totschläger ihrer Mutter gegenüberzusitzen. Sie erhoffe sich vom Gericht aber, dass der Ablauf der Taten aufgeklärt und die Frage beantwortet wird, ob es sich nicht um Mord handelt, um die vorangegangene Vergewaltigung zu verdecken.

Die Staatsanwaltschaft hält den Beschuldigten für gefährlich für die Allgemeinheit. Vom ihm seien weiter erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten. Der 22-Jährige war bereits wegen Drogendelikten, Diebstahls und Körperverletzung polizeibekannt. In Blutproben unmittelbar nach der Tat zeigten sich bei ihm weniger als 0,1 Promille Alkohol und keine Rückstände von Drogen oder Medikamenten.

Auf A73 bei Nürnberg: Beamte stoppen Auto - Horror-Fund im Kofferraum

Erstmeldung vom 5. Dezember 2019

Nürnberg - Der Mord vom November 2018 ist schon länger her, doch auch jetzt bewegt der Fall um eine gefundene Leiche in Nürnberg noch. Im November vergangenen Jahres soll ein 22-jähriger Mann eine Frau in der Tiefgarage eines Nürnberger Wohnhauses vergewaltigt und getötet haben. Im ersten Prozesstag am heutigen Donnerstag hat der Angeklagte vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth die Aussage verweigert.

Nürnberg: Frauen-Leiche in Kofferraum gefunden - Angeklagter schweigt zu Prozessbeginn

Der Mann soll die 57-Jährige nachts im Treppenhaus der Garage überfallen und sich an ihr vergangen haben. Anschließend soll er sie mit einer übergestülpten Plastiktüte und dem Trageriemen der Lederhandtasche der Frau erdrosselt und sie zusätzlich erstochen haben.

Im Auto seines Opfers war er in derselben Nacht auf der Autobahn 73 bei Bamberg von einer Polizeistreife gestoppt worden, weil er in Schlangenlinien unterwegs war. Im Kofferraum entdeckten die Beamten dann die Leiche der Frau. Vor Gericht schilderten sie am Donnerstag, wie sich der Beschuldigte widerstandslos festnehmen ließ. Er habe dabei apathisch gewirkt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft leidet der Beschuldigte unter einer schizophrenen Psychose.

Prozess in Nürnberg: Angeklagter in psychiatrischer Behandlung

Weil sich in einem Gutachten Zweifel an der Schuldfähigkeit des Mannes ergaben, wurde der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben und stattdessen seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Die 30-jährige Tochter der Getöteten tritt in dem Verfahren als Nebenklägerin auf.

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lso/dpa

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