Absage vom Kultusministerium 

Abinoten-Bekanntgabe: Lehrerin scheitert mit Gegenpetition

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„Faire Noten? Korrektur braucht Zeit.“ Das fordert Claudia Mitschke, Lehrerin aus Landshut. 

Dank einer Petition bekommen bayerische Schüler ihre Abiturnoten schon vor den Pfingstferien. Die Gegenpetition einer Lehrerin bekommt zwar Unterstützung - hat aber keine Chance. 

München/Landshut - „Faire Noten? Korrektur braucht Zeit.“ Mit dieser Meinung steht eine Lehrerin aus Landshut nicht alleine da. Dienstagmittag hatten über 5200 Menschen ihre Online-Petition unterzeichnet. Sie unterrichtet am Gymnasium Seligenthal in Landshut und fordert die Bekanntgabe der Abitur-Ergebnisse am 19. Juni.

Schüler sammeln 25 000 Online-Unterschriften

Ihr digitaler Vorstoß ist eine Reaktion auf eine Schüler-Offensive, die dafür ebenfalls die Plattform openpetition.de genutzt hatte. Mit Erfolg: Nachdem sich knapp 25 000 Unterstützer gefunden hatten, verlegte das Kultusministerium die Bekanntgabe auf den 2. Juni vor. Fünf Abiturienten aus den schwäbischen Landkreisen Augsburg und Dillingen hatten die Petition initiiert. 

Ihre Argumentation: Der ursprüngliche Termin am 19. Juni verkürze die Vorbereitungszeit auf eventuelle mündliche Nachprüfungen auf einen Nachmittag. Außerdem müssten die Schüler während der Pfingstferien in Ungewissheit leben und könnten das bestandene Abi nicht feiern.

Kultusministerium entscheidet „aus pädagogischen Argumenten“

Die Landshuter Lehrerin hält dagegen: „Abiturprüfungen in weniger als drei Wochen korrigieren und nebenbei noch Vollzeit unterrichten (...) ist ein Ding der Unmöglichkeit.“ Wer objektive und faire Noten wolle, müsse den Lehrkräften Zeit geben, appelliert sie an das Kultusministerium. 

Ohne Erfolg: Ihre Petition ändert nichts an der Entscheidung. Das sagt Ministeriumssprecher Ludwig Unger auf Nachfrage unserer Online-Redaktion. „Diese Entscheidung erfolgte aus pädagogischen Sachargumenten und nicht aufgrund einer hohen oder weniger hohen Zustimmung zu der Online-Petition“, sagt Unger. 

 

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