Regionalbahn schleudert Bauwagen vom Gleis

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Rimsting - Eine Regionalbahn prallte am Freitagabend gegen einen Bauwagen, der gerade mit Sauerstoffflaschen beladen wurde. Der aufprall war so stark, dass das Baufahrzeug vom Gleis geschleudert wurde. Die Lok wurde schwer beschädigt und konnte nicht weiterfahren.

Am Freitag hat eine Regionalbahn auf der Strecke Rosenheim – Salzburg einen Schienenhandwagen erfasst, der sich im Gleisbereich befand.

Der Unfall ereignete sich gegen 18:45 Uhr in einem Waldstück zwischen Bad Endorf und Prien am Chiemsee. Bauarbeiter der Bahn luden nach Abschluss ihrer Schneidbrennarbeiten Sauerstoffflaschen auf einen Schienenhandwagen, um diese zu einem nahegelegenen Fahrzeug zu transportieren.

Offenbar gingen die Arbeiter davon aus, dass die Strecke noch immer gesperrt sei. Der Zug erfasste den Bauwagen und schleuderte ihn vom Gleis. Durch den Zusammenstoß wurde die betroffene Lok so schwer beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Eine Ersatzlok musste den betroffenen Zug abschleppen. Glücklicherweise zogen sich weder die Bauarbeiter noch die rund 250 Fahrgäste Verletzungen zu. Auch der Lokführer blieb unverletzt.

Bundespolizei und Notfallmanager der Deutschen Bahn AG waren vor Ort. Während der Aufräumarbeiten war die zweigleisige Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Salzburg komplett gesperrt. Ab 20:45 Uhr gab die Bahn den Zugverkehr in Richtung Rosenheim wieder frei. Die Streckensperrung Richtung Salzburg konnte um 22:05 Uhr wieder aufgehoben werden. Welche Umstände genau zu diesem Unfall geführt hatten, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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