Achtung - Waldbrandgefahr!

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Landkreis - Der große Schilfbrand am vergangenen Wochenende am Waginger See sorgte für viel Aufregung. Insgesamt herrscht momentan erhöhte Brandgefahr, vorsorglich werden Flugzeuge eingesetzt. 

Drei Hektar Schilf standen am vergangenen Sonntag am Ufer des Waginger Sees in Flammen. In die Löscharbeiten waren rund 160 Feuerwehrleute sowie ein Hubschrauber zur Kontrolle von Glutnestern involviert.

Doch ist die Brandgefahr momentan überall erhöht, oder war der Schilfbrand in Waging nur eine Verkettung unglücklicher Umstände?

Bilder vom Schilfbrand in Waging

Schilfbrand am Waginger See

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Hans Gnadl ist Kreisbrandrat des Landkreises Traunstein und erklärt im Videointerview die aktuelle Lage: "Es wird bei der Gefahreneinstufung zwischen Gras- und Waldbrandgefahr unterschieden. Die Grasbrandgefahr ist momentan noch nicht so schlimm, da sind wir in der Stufe drei von fünf. Die Waldbrandgefahr wird derzeit mit der Stufe drei bis vier bewertet. Bis zum Wochenende ist es aber gut möglich, dass sich die Gefahrenlage noch verschärft. Im fränkischen Raum könnte sogar die höchste Warnstufe fünf gemeldet werden."

Rauchen und offenes Feuer verboten

Offensichtlich unterschätzen viele Menschen die Gefahr im Frühling. "Die häufigsten Brandursachen sind Zigarettenkippen, offene Feuerstellen und auch Glasscherben, die dann wie ein Brennglas wirken. Die Leute sollten beachten, dass das Rauchen und Feuer machen im Wald von Anfang März bis Ende Oktober per Gesetz verboten ist", so Gnadl. 

Schon ein kleiner Moment der Unachtsamkeit genügt also, um einen Horror-Brand auszulösen. Die Kosten für die Feuerwehreinsätze und eventuelle Schadenersatz-Forderungen können dann hohe Summen erreichen, die in vielen Fällen aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen.

Vorsorglich fliegen Luftbeobachter von Mittwoch bis zum kommenden Montag zwei mal täglich über die Gefahrengebiete. Sie sollen eine schnelle Meldung und Bekämpfung von aufkeimenden Feuer ermöglichen.

Rubriklistenbild: © tj/lam

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