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Predigtstuhl: Medienrummel um Pfarrer

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Ein einschneidendes Rettungserlebnis am Predigtstuhl führte Pfarrer Wernher Bien auch zur Erkenntnis, bei seinen Touren künftig noch achtsamer zu sein.

Ainring - Pfarrer Wernher Bien aus Ainring wird von den Medien regelrecht belagert. Die Rettung von ihm und drei Begleiterinnen vom Predigtstuhl machte deutschlandweit Schlagzeilen.

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Die Rettungsaktion vom Ostermontag, per Helikopter vom Predigtstuhl, machte bundesweit Schlagzeilen. Die vier Personen, darunter Ainrings Pfarrer Wernher Bien, blieben unverletzt. Wir haben ihn zu den Ereignissen befragt.

Ein Foto von der Bergrettung am Ostermontag.

Der 40-jährige Geistliche hält sich derzeit bei seinem Bruder in Frankreich auf, erholt sich dort vom Oster-Schock. Unser Mitarbeiter hat mit Pfarrer Wernher Bien telefoniert. Er schilderte die Ereignisse am Predigtstuhl: „Am Ostermontag ging ich zusammen mit drei Bekannten, die ich aus einer früheren Pfarrei kenne, um 12 Uhr vom Parkplatz am Saalachsee auf den Wanderweg Richtung Predigtstuhl los. Gegen 16 Uhr waren wir vom Weg abgekommen, konnten weder vor noch zurück und riefen die Bergwacht um Hilfe".

Der Pfarrer zeigt sich selbstkritisch: " Mir scheint, ein Grund war, dass ich die Route unterschätzt habe. Ich war den Weg schon einmal mit Bekannten gegangen - allerdings im Sommer - und hatte ihn als völlig unproblematisch in Erinnerung. Als daher eine der Begleiterinnen begann, an einzelnen steileren Stellen Angst zu bekommen, motivierte ich sie, doch weiter zu gehen in der Überzeugung, dass es bald wieder flacher werden würde, zumal keine Absturzgefahr bestand."

Die Gruppe wollte weiterhin mit der Bergbahn zurück ins Tal fahren: "Als wir dann merkten, dass keine Markierungen mehr da waren, hätten wir natürlich umkehren müssen, aber irgendwie war schon der Aufstieg so schwierig, dass ich vor dem noch mühsameren Abstieg zurückscheute. Ich stieg allein noch etwas weiter nach oben, um zu sehen, ob es vielleicht bald einfacher würde, was aber nicht der Fall war."

Völlig überrascht war er davon, dass er sich sogar in Lawinengefahr befand: "Ich hatte zu keiner Zeit den Eindruck, dass wir in Lebensgefahr waren, denn ähnliche Stellen war ich im Winter schon oft gegangen."

Seinen Glauben hat das Ereignis und der Medienrummel danach noch gestärkt: "Es war schon ein komisches Gefühl, wie viele Menschen sich auf einmal für mich interessieren. Und da kam mir die Erkenntnis: Gott interessiert sich noch viel mehr für mich, er schaut immer mit größtem Interesse auf uns Menschen. Vielleicht hilft mir diese Einsicht ja, in Zukunft achtsamer zu sein.“

Fotos von der Rettung:

Bergrettung am Predigtstuhl

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Quelle: BGland24.de

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