Bebauungsplan schneller als die Polizei erlaubt

Neue Sporthalle für 12.000 Polizisten in Ainring

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Nach dem Motto „Das Richtfest ist ein Fest für die Handwerker und nicht für die Mundwerker“ freuten sich die anwesenden Bauarbeiter nach den Reden auf einen Schweinekrustenbraten mit Biersauce, Semmelknödel und Krautsalat.
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Ainring - Rund 12.000 Polizeibeamte besuchen jährlich Seminare am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei im Ortsteil Mitterfelden, der einzigen Polizeischule in Bayern. Fitness und Sport spielen bei vielen Seminaren eine wichtige Rolle, doch ausgerechnet der Turnsaal in einem Anbau ähnelt eher einer Turnhalle aus dem 19. Jahrhundert. Jetzt ist der Rohbau für eine neue Sporthalle und das Trainingszentrum fertig, einige Seminarräume finden auch noch Platz.

Rund 35.000 Polizei-Vollzugsbeamte gibt es im Freistaat, jeder Dritte kommt einmal im Jahr mehr oder weniger freiwillig zu einer der rund 850 Seminare nach Mitterfelden, „zahlreiche Fortbildungen sind aber auch verpflichtend“, so der Seminarleiter in Ainring, Rudolf Unterstraßer, viele Fortbildungskurse würden aber auch die Präsidien intern anbieten.

In Ainring erhält die Polizeischule um 16,5 Millionen Euro einen Anbau, der neben Sporthallen und speziellen Trainingsräumen auch Seminarräume bietet. Innenstaatssekretär Günther Eck betonte beim Richtfest, dass die Innere Sicherheit in Bayern Priorität habe und daher auch an der Ausbildung und Weiterbildung der Polizei nicht gespart werde. „Ohne Training geht nix, das sehe ich bei meinen Kindern beim Reitsport und das gilt natürlich auch für die Polizei“. Daher sollten alle Beamten immer wieder motiviert werden, Seminarangebot in Ainring wahrzunehmen.

Richtfest für Sporthalle der Polizeischule in Ainring

Staat muss Brandschutz sicherstellen

Landrat Georg Grabner freute sich dass der Freistaat im Landkreis investiere, „das ist hochverzinsliches Kapital und wir profitieren schließlich alle von der Polizei“. Außerdem sei die Entscheidung der Polizei „goldrichtig“ gewesen, auch in den Spitzensport zu investieren, aber die alte Turnhalle habe einfach nicht mehr den Anforderungen entsprochen, „denn was wir vom Bürger fordern zum Beispiel beim Brandschutz muss auch der Staat erfüllen“.

Bebauungsplan schneller als die Polizei erlaubt

Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger erinnerte daran, dass er als 16-Jähriger ein Verwaltungspraktikum in der Polizeischule machte und war sichtlich stolz darauf, dass sein Gemeinderat und seine Verwaltung einen Bebauungsplan für die neue Sporthalle in weniger als vier Monaten entschieden hatten. „Die Nachbarschaft hat sich mit eigenen Sonnen-Studien auch überzeugen lassen“, so Eschlberger.

Nach dem Motto „Das Richtfest ist ein Fest für die Handwerker und nicht für die Mundwerker“ freuten sich die anwesenden Bauarbeiter nach den Reden auf einen Schweinekrustenbraten mit Biersauce, Semmelknödel und Krautsalat.

Quelle: BGland24.de

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