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Aktuelle Schulsituation: Unterrichts-Wirrwarr und geplante Testpflicht - Wie denkt Ihr darüber?

Ein Fünftklässler meldet sich während des Präsenzunterrichts am „Ökumenischen Domgymnasium“.
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Ein Fünftklässler meldet sich während des Präsenzunterrichts am „Ökumenischen Domgymnasium“.

Einmal Wechselunterricht, einmal Präsenzunterricht und einmal Distanzunterricht. Die Art des Schulunterrichts hängt vom Sieben-Tages-Inzidenzwert ab. Bei vielen Eltern und Schülern stößt das Vorgehen auf Unverständnis. Doch was ist Eure Meinung zur aktuellen Schulsituation?

Landkreis - Nach rund einem Vierteljahr Corona-Zwangspause dürfen seit Montag, 15. März, auch die weiterführenden Schulen in Bayern wieder öffnen - aber nur im Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

Bayern: Inzidenzwert ausschlaggebend für Unterrichtsform

Welche Schulklassen Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht erhalten, hängt vom jeweiligen 7-Tage-Indzidenzwert ab. Liegt die Inzidenz über 100, findet Distanzunterricht statt. Eine Ausnahme gibt es aber hierbei: Abschlussklassen dürfen weiter im Wechselunterricht bleiben. Bei einem Wert unter 100 kann in Präsenz unterrichtet werden, allerdings nur mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern. Ist dieser nicht gewährleistet, findet Wechselunterricht statt. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 durften Grundschülerinnen und Grundschüler seit Montag, 15. März, sogar ohne Mindestabstand in den Präsenzunterricht zurückkehren.

In der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am Dienstag, 16. März, gab Ministerpräsident Markus Söder den Anstoß, unter bestimmten Voraussetzungen eine Corona-Testpflicht an Schulen einzuführen. Dies müsse allerdings erst noch geprüft werden. Wenn die Zahl der Infektionen steige, müsse engmaschiger getestet werden. Um insbesondere kleinere Kinder regelmäßig testen zu können, solle ebenfalls geklärt werden, ob sogenannte Gurgel-Selbsttests eingesetzt werden könnten. Aktuell würden sich nur sechs bis neun Prozent der Schüler testen lassen. 

Wie die Lage in der Region aussieht, erfahrt Ihr hier:

Wie denkt Ihr über die aktuelle Schulsituation in Bayern? Schickt uns Eure Leserbriefe

Doch was haltet Ihr von der aktuellen Schulsituation - habt Ihr hier noch den Durchblick? Sollten die Öffnungen unabhängig von den Inzidenzzahlen erfolgen und was sagt Ihr zur Forderung der Stadt Rosenheim, dass bis einschließlich einer Sieben-Tage-Inzidenz von 130 in Schulen Präsenz- und Wechselunterricht erlaubt wird und Kitas geöffnet bleiben sollen?

Haltet Ihr es für sinnvoll, dass jeder erkältete Schüler einen negativen Corona-Test braucht, sobald er in die Schule will? Wie erlebt Ihr als Eltern die aktuelle „Achterbahnfahrt“ der Schulöffnungen? Seid Ihr Schüler und möchtet uns von Eurem derzeitigen Schulalltag berichten? Was sagt Ihr zur geplanten Corona-Testpflicht an Schulen in Hotspots? Gerne könnt Ihr uns von Euren Erfahrungen berichten. OVB24 ist auf Eure Meinungen gespannt. Schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Schulsituation in Bayern“ im Betreff).

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

Seit Montag: Erkältete Schüler brauchen negativen-Corona-Test

In der Schule bleibt es bei der Maskenpflicht (mit Ausnahmen etwa während Stoßlüftungen) sowie den Abstands- und Hygieneregeln. Seit Montag, 15. März, müssen Kinder und Jugendliche mit einer Erkältung vor dem Schulbesuch zudem auch einen negativen Corona-Test vorweisen. Ein Selbsttest ist nicht gültig. Nötig sei ein PCR- oder POC-Antigen-Schnelltest, der im Testzentrum, in Apotheken oder bei Ärzten durchgeführt werde, teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit.

Nur bei Schnupfen oder Husten mit allergischer Ursache wie Heuschnupfen ist ein Schulbesuch weiter ohne Test möglich. Eine Ausnahme gilt auch bei einer verstopften Nase ohne Fieber, gelegentlichem Husten, Halskratzen oder Räuspern.

Schulbetrieb: Freitag ist Stichtag für die Folgewoche

Damit Schulen und Kitas nicht alle paar Tage öffnen und wieder schließen, wurde der Freitag der jeweiligen Vorwoche als Inzidenz-Stichtag festgelegt. Liegt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt am Freitag unter der Inzidenz von 100 werden Schulen und Kitas in der kommenden Woche geöffnet - auch wenn der Wert in dem Zeitraum überschritten wird. Maßgeblich sind die Zahlen des Robert Koch-Instituts.

jg

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