Altbau-Sanierer unter Verdacht

Haar/Tegernsee - Ins Visier von Kriminalpolizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden ist das Leipziger Unternehmen „Licon“ geraten. Die Firma ist spezialisiert auf die hochwertige Sanierung von Altbauten – auch in Oberbayern.

Gegen drei Mitarbeiter wird wegen des Verdachts der Untreue und Steuerhinterziehung ermittelt. Mindestens fünf Millionen Euro soll sich das Trio in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Betroffen sind „Licon“-Projekte in Haar und Schäftlarn-Ebenhausen (beides Kreis München) sowie in Tegernsee (Kreis Miesbach). Die zwei Geschäftsführer und ein Vertriebsleiter waren im Oktober bei einer Razzia in Leipzig festgenommen worden.

Der Bezirk Oberbayern hatte im vergangenen Jahr einen Teil des Haarer Jugendstilparks auf dem Gelände des Isar-Amper-Klinikums München Ost an „Licon“ verkauft.

Die erste Rate des Kaufpreises für die rund 11,7 Hektar, bebaut mit einem denkmalgeschützten Jugendstil-Ensemble, ist laut Pressesprecherin Susanne Büllesbach zwar eingegangen. Allerdings ist offen, wie es weitergeht. Dies gilt auch für ein Projekt in Schäftlarn-Ebenhausen sowie das alte Postamt in Tegernsee. Das Gebäude an der Bahnhofstraße sollte saniert und in sieben Wohnungen auf drei Etagen umgebaut werden.

bw

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