Am Freitagvormittag im "Herzen Bayerns"

Tausende Sternsinger in Altötting: Sogar aus Langeoog waren welche dabei

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"Segen bringen, Segen sein". Das Dreikönigssingen gilt als die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Altötting – Mehrere Tausend Sternsinger und ihre Betreuer sind am Freitagvormittag in die Kreisstadt gekommen. Grund dafür ist die bundesweite Eröffnung der nunmehr 61. Aktion „Dreikönigssingen“.

Die feierliche, bundesweite Aussendung der Sternsinger in Altötting

Über 2.600 Sternsinger aus 11 Bistümern in ganz Deutschland waren am Freitagvormittag nach Altötting gekommen, um die Aktion „Dreikönigssingen“ zum 61. Mal zu eröffnen. Die Jugendgruppe von der Insel Langeoog in Ostfriesland dürfte dabei die weiteste Anreise gehabt haben. Aber auch von außerhalb Deutschlands kamen einige Jugendliche in Sternsingerkostümen wie beispielsweise aus dem Osttiroler Marienwallfahrtsort Matrei. Bei einer Messe in der Basilika, zusammen mit dem Passauer Bischof Stefan Oster und dem Regensburger Bischof Rudolf Vorderholzer, erhielten die vielen „Weisen aus dem Morgenland“ den Segen für ihre gemeinnützige Tätigkeit in den kommenden Wochen. Sie werden um den 6. Januar, dem Dreikönigstag, von Haus zu Haus gehen, um für die Bewohner zu singen und dabei auch für das Kindermissionswerk der katholischen Kirche zu sammeln.

Entsendungsfeier für die dutzenden Hundert Sternsinger in der Basilika in Altötting

Nach der Messe zogen die vielen hundert Sternsinger in einer Prozession über den Kapellplatz bis zum Rathaus, wo sie unter Anderem von den Raitenhaslacher Georgsbläsern und Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer für ein weltliches Grußwort erwartet wurden. Im Anschluss machte sich eine Gruppe von Altöttinger Sternsingern daran, den Segensspruch „20 C+M+B 19“(lat. Christus mansionem benedicat: Christus segne dieses Haus) am Rathaus anzubringen.

Ein Meer an Sternsingern auf dem Weg von der Basilika St. Anna zum Rathaus in Altötting

Beim offiziellen Empfang im Rathaus trugen sich dann die beiden Bischöfe, die Jugendpfarrer der Diözesen Passau (Wolfgang De Jong) und Regensburg (Christian Kalis) sowie Klaus Krämer (Präsident des Deutschen Kindermissionswerks) und Dirk Bingener (BDJK-Präsident) ins goldene Buch der Stadt ein. Bürgermeister Hofauer überreichte den Ehrengästen als Präsent ein Glas mit Weihrauch aus der Altöttinger Manufaktur. Bischof Oster prägte in kurzen Worten das Bild vom größten Wallfahrtsort Deutschlands, als dem zweiten Lungenflügel seines Bistums, auf den er nicht nur stolz sei.

Bischof Stefan Oster in Altötting

Als vor gut zwei Jahren klar wurde, dass die Diözese Passau die deutschlandweite Aktion nun auch einmal ausrichten dürfe, war mit Altötting der Standort schnell gefunden: „Hier gibt es Logistik und Möglichkeiten, die wir in Passau so gar nicht so hätten“, erklärte der gebürtige Altöttinger, Passaus BDJK-Präses Wolfgang de Jong. Denn für die knapp 3000 Sternsinger und ihre Betreuer gabs anschließend Mittagessen im Institut der englischen Fräulein und danach ein buntes Mitmach-Programm in der ganzen Stadt, ausgehend vom Altöttinger Forum. 

Eine Gruppe von Altöttinger Sternsingern trägt sich in das Goldene Buch der Kreisstadt ein

Seit 1959 finden das "Dreikönigssingen" in Deutschland nun schon statt. Dabei wurden inzwischen mehrere Hundert Millionen Euro an Spenden gesammelt, die anschließend für Hilfsprojekte der katholischen Kirche weltweit verwendet werden. In diesem Jahr soll die Aktion auf das Problem von Kindern mit Behinderung in Peru hinweisen. In den vergangenen Jahren stiegen die Spendenaufkommen zunehmend und so könnte in diesem Jahr erstmals die Schallmauer von 50 Millionen Euro bei einem einzigen „Dreikönigssingen“ überschritten werden.

2.600 Sternsinger in Altötting: "Segen bringen, Segen sein"

pbj

Tausende Sternsinger in Altötting: erste Eindrücke

Ein Meer aus Sternsingern hat sich in Altötting eingefunden zur feierlichen Eröffnung der 61. Aktion "Dreikönigssingen". Los ging es mit einer Aussendungsfeier in der Basilika St. Anna:

2.600 Sternsinger in Altötting: Im Bild vor der Basilika St. Anna

Weiter ging es vor das Rathaus der Kreisstadt:

Vor dem Altöttinger Rathaus

Mehr zur feierlichen, bundesweiten Aussendung der Sternsinger gibt es in Kürze.

Vorbericht:

Um den 6. Januar ziehen sie wieder von Haustür zu Haustür: Die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Es sind Mädchen und Jungen, die da in den entsprechenden Gewändern durch die Kälte stapfen, um den Menschen Gottes Segen zu bringen und Geld für Kinder in Not zu sammeln. Gewissermaßen als Dankeschön schreiben sie den Segen an die Haustür. Das „Dreikönigssingen“ gilt als die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Warm up im Herzen Bayerns

Rund 2.600 Sternsinger und rund 500 Betreuer werden am Freitagvormittag in Altötting erwartet. „Die Gruppen kommen hauptsächlich aus dem Bistum Passau, aber auch königliche kleine und große Gäste aus den (Erz)Bistümern Augsburg, Eichstätt, Fulda, Hildesheim, München und Freising, Osnabrück, Paderborn, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart und Trier haben sich angemeldet“, heißt es auf der Homepage der Stadt. Um 10 Uhr findet in der Basilika Sankt Anna eine Aussendungsfeier mit Dr. Stefan Oster SDB, Bischof von Passau, statt. Im Anschluss ziehen die Sternsinger über den Kapellplatz zum Rathaus und schreiben im Beisein des Ersten Bürgermeisters Herbert Hofauer den Segen an die Tür.

Zum ersten Mal in Altötting

Bundesweite Träger der Aktion „Dreikönigssingen“ sind das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Verantwortet wird die Eröffnung vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Passau, dem Bischöflichen Jugendamt Passau und dem Ministrantenreferat der Diözese Passau. Das Bistum Passau ist zum ersten Mal Gastgeber der bundesweiten Auftaktveranstaltung.“ (www.altoetting.de)

rw

Quelle: innsalzach24.de

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