Beschwerden mehren sich

Altöttinger Kreistag fordert mehr Lärmschutz an der A94

Landkreis Altötting – Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit eine Resolution erlassen, in der mehr Lärmschutz entlang der A94 im Landkreis Altötting gefordert wird.

Bereits kurz nach Eröffnung des neuen Teilabschnittes der A94 zwischen Pastetten und Heldenstein mehrten sich die Beschwerden über eine hohe Lärmbelästigung. Aktuell führt die bayerische Regierung Messungen im neu freigegebenen Streckenabschnitt durch. Nun fordert der Kreistag auch im Landkreis Altötting eine Überprüfung der Lärmbelastung durchzuführen.


Die Resolution, die der Mühldorfer Kreistag im Dezember vorherigen Jahres verabschiedet hat, beziehe sich ausschließlich auf den neuen Abschnitt und könne daher nicht als Vorbild für den Landkreis Altötting dienen. „Dennoch mehren sich die Beschwerden über eine zunehmende Verkehrs- und damit Lärmbelastung auch in unserem Landkreis. Dem ist Rechnung zu tragen; vor allem die gestiegene Verkehrsbelastung ist bei der Überprüfung zu berücksichtigen“ so die Begründung in der Altöttinger Resolution.

Zwar begrüße der Kreistag des Landkreises Altötting die Fertigstellung der A94 Richtung München und die Verkehrsfreigabe am 1. Oktober 2019. „Diese ist ein wichtiger Baustein zur Anbindung unseres Raums an die Metropolregion München und zur Steigerung der Verkehrssicherheit“, heißt es in dem Beschluss.


Forderung nach Lärmmessungen

Nach Auffassung des Kreistags habe der Verkehr seit Oktober 2019 auch auf den Streckenabschnitten deutlich zugenommen, die durch den Landkreis Altötting verlaufen und die seit vielen Jahren unter Verkehr sind. Beschwerden über eine deutliche Zunahme des Lärms gebe es daher auch im Landkreis Altötting.

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„Daher wird die Staatsregierung aufgefordert, durch konkrete Messungen (also nicht nur Lärmberechnungen) zu überprüfen, ob die vorhandenen Lärmschutzmaßnahmen im Landkreis Altötting auch heute noch den Vorgaben des Planfeststellungsverfahrens und den heutigen rechtlichen Anforderungen entsprechen“, heißt es in der Resolution. Besonderer Fokus soll dabei auf eine Prüfung von baulichen Lärmschwerpunkten, etwa Brückenübergängen, liegen.

Lärmschutz auch bei Einhaltung der Normen

„Selbst wenn die bereits jetzt vorhandenen Lärmschutzmaßnahmen in rechtlicher Hinsicht ausreichen sollten, soll dennoch die Errichtung von zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen zur spürbaren Entlastung der betroffenen Bevölkerung geprüft und umgesetzt werden“, so die abschließende Forderung in dem Beschluss.

Bereits beim Mahnfeuer im Dezember vorherigen Jahres haben sich auch Anwohner im Bereich Neuötting-Winhöring beteiligt. Auch der Stadtrat Neuötting wollte bereits eine Ausweitung der Lärmschutzdebatte auf den Landkreis Altötting bewirken. Im neuen Teilabschnitt zwischen Heldenstein und Pastetten wurde aufgrund der Beschwerden ein temporäres Tempolimit eingeführt, das für eine vorübergehende Entlastung sorgen soll. 

Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist vorerst bis 31. Juli gültig. In dieser Zeit werden die Lärmmessungen durchgeführt. Erst im Anschluss können mögliche Maßnahmen besprochen werden.

jz

Quelle: innsalzach24.de

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