Altöttinger Gedächtniskünstlerin in China im TV

Alisa Kellner bei "The Brain" / 最强大脑

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Alisa Kellner mit ihrem Kontrahenten Bao Yun auf der Show-Treppe von "The Brain"
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Altötting/China: Bei einem 2 zu 2 - Gleichstand war es die Zeit, die Alisa Kellner letztlich fehlte, um ihre Challenge im chinesischem Fernsehen zu gewinnen. Die Altöttingerin ist dennoch froh und dankbar, dass sie dort mitmachen durfte.

Nach ihren Auftritten bei „Wetten, dass“ und „Deutschlands Superhirn“ begeisterte Alisa Kellner erneut ein Millionenpublikum. Dieses Mal musste die Gedächtniskünstlerin dafür nach China. "The Brain" / 最强大脑, heißt der dortige Ableger von „Deutschlands Superhirn“ und ist ein Straßenfeger, wie Alisa Kellner berichtet.

"The Brain" ist ein Ableger von "Deutschlands Superhirn"

Die Show ist riesig - unglaublich hohe Einschaltquoten und die Chinesen mögen einfach mentale Leistungen.“ Die Unterschiede zu Deutschland liegen vor allem in der Tatsache, dass die Sendung wöchentlich läuft. Highlight scheint die Internationale Folge zu sein, in der sich dann die Chinesen mit ausländischen Gegnern messen. „Die Chinesen sind dementsprechend schon mehrfach in der Sendung aufgetreten und werden teilweise verehrt wie bei uns bekannte Sänger oder Schauspieler. Da stehen die Groupies Schlange.“ Groupies hin oder her: ihr gefalle die Offenheit gegenüber dem Gedächtnissport, so Alisa. „Da wird eine Leistung nicht gleich als Fake abgetan.“

Alisa Kellner im Studio von "The Brain"

Abenteuer pur

Auch Alisa und ihre Kunst scheinen den Machern von „The Brain“ zu gefallen. Bereits 2015 hatten sie die Altöttingerin für die Show angefragt. Jetzt hat es geklappt. Was da so genau auf sie zukommen sollte, war offenbar Abenteuer pur: „Die Challenge und mein Konkurrent standen lange nicht fest“, berichtet Alisa. “So fiel meine Vorbereitungszeit in Deutschland eher gering bis 0 aus.“ Viele Stunden im Flieger auf dem Weg ins Reich der Mitte später fühlte sich Alisa sofort gut aufgehoben. 

Gastfreundschaft hat dort einen hohen Stellenwert und jeder bemühte sich, es mir so angenehm wie möglich zu machen.“ Immerhin stand ein straffes Programm bevor. Ein Einspielfilm über Alisa stand ebenfalls auf dem Programm wie natürlich die Findung der Challenge für sie und ihren Gegner.

Trotzdem habe sie viele schöne Momente von dieser Reise mitgenommen, erzählt Alisa. Alle um sie rum seien von ihrer Ankunft an sehr nett gewesen, auch wenn es mit der Verständigung haperte aber sie habe auch ein paar erste Wörter lernen können. „Egal, ob ich sie mich mit Pullovern umwickelten, damit ich im Kleid nicht fror, oder sie mir aus dem Essen Dinge raus sortierten, von denen sie merkten, dass sie mir nicht sehr geschmeckt hatten. Das war einfach so lieb, dass ich mich sofort wohl mit allen fühlte und man sich extrem schnell auch ohne Worte verstand.“

Alisa beim Fotoshooting in China

Die Challenge

Zunächst hieß es, dass ich anhand von Origamifaltplänen, erkennen müsse, welche Figur draus werden kann. 100 sollten es am Ende sein, die auf der Bühne zu sehen wären.“ Problem: Alisa fand keinen Zugang, keinen Ansatz, diese Aufgabe zu meistern. Auch eine chinesischer Meister im Origami-Falten konnte er nicht helfen und dann auch noch das: „Auf einmal hieß es dass sie die aussagekräftigeren Hilfslinien aus den Faltplänen nehmen und nur noch die Knotenpunkte stehen lassen.“

So sieht ein Origami-Faltmuster mit nur den Knotenpunkten aus. Was das wohl wird, wenns gefaltet ist?

Alisa sah keinen Weg, noch nicht mal einen Ansatz. Eine Sache, welche die Altöttingerin so gar nicht abkann: „Ich kann nichts weniger leiden, als die Tatsache etwas nicht zu können. Meine Devise ist eigentlich immer, wenn´s ein anderer kann, muss ich das auch irgendwie schaffen.“ Spät abends nach langen Proben im Studio informierte sie die Macher von „The Brain“, dass sie keine Möglichkeit sieht, diese Challenge „ohne Peinlichkeit zu meistern“. Am nächsten Morgen erhielt Alisa eine Botschaft ihres Gegners in der Show, Bao Yun: "Er lässt mir schöne Grüße ausrichten, wünscht mir viel Spaß bei der Challenge - er kann´s auch nicht." Es folgte ein Treffen der beiden Kontrahenten. Sie tauschten sich aus „und mein Kampfeswille kam zum Vorschein“.

Die Show beginnt

Die Dolmetscherin im Ohr, den Moderator und die Jury vor sich - das war teils schon ein wenig verwirrend. Vor allem hatte ich ein wenig Angst, irgendetwas Wichtiges zu verpassen.“ Es waren schließlich drei Faltpläne, welche Alisa und Ihr Gegner Bao Yun erkennen mussten.

  • Nummer 1 ging an Bao Yun (Alisa: „Ich habs verkackt“) 
  • Nummer 2 hatte Alisa richtig 

Nummer 3 sollte die Entscheidung bringen. Weil es bei „The Brain“ aber auch um Zeit geht, sollte Alisa schließlich das Nachsehen haben. Beide hatten Nummer 3 richtig erkannt aber die Altöttingerin brauchte 28 Sekunden mehr als Bao Yun.

<<< Hier geht es zu "The Brain" mit Alisa Kellner >>>

Alisas Fazit

Das mit der Zeit will sie beim nächsten Mal besser unter Kontrolle haben und hat schon wissen lassen, dass sie für reine Revanche bereit sei. Trotz allen Wettbewerbs sei es aber ein tolles Erlebnis gewesen, für das sie dankbar sei und es niemals mehr missen wollen würde, so Alisa. „Es ist jedes Mal unglaublich schön, so viele tolle Menschen kennenzulernen - und gleichzeitig ist da meist auch ein wenig Wehmut mit dabei, weil alles kurzweilig ist. Meistens sieht man die Menschen, die man lieb gewonnen hat, nicht wieder.“

Quelle: innsalzach24.de

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