Großeinsatz der Einsatzkräfte in Straubing

60 Verletzte bei Ammoniak-Austritt an Eisstadion

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Verletzte bei Ammoniak-Austritt in Straubing
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Straubing - Derzeit läuft ein Großeinsatz am Straubinger Eisstadion: Da Ammoniak austritt, sind Parkplätze und Straßen rund um das Stadion gesperrt. Die Polizei hat eine Warnung für die Bevölkerung herausgegeben.

Update, 13.45 Uhr: Vorläufige Zahl der Verletzten

In der Verletztensammelstelle wurden nach aktuellem Stand ca. 60 Personen vorsorglich untersucht. Das berichtet die Polizei über die vorläufige Zahl der Verletzten. Bei 14 Personen wurden Verletzungen festgestellt, neun der verletzten Personen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Über die Schwere der Verletzungen kann zur Zeit noch keine Auskunft gegeben werden.

Die anderen vorsorglich untersuchten Personen wurden von Angehörigen abgeholt bzw. haben die Verletztensammelstelle eigenständig verlassen.

Die Sperrung der Geiselhöringer Straße wurde zwischenzeitlich aufgehoben. Die weiteren Sperrungen bleiben bestehen.

Update, 12.35 Uhr: Messstellen eingerichtet

Zur Zeit wird das Eisstadion gelüftet, dabei kann es erneut zu Geruchsbelästigungen im angrenzenden Bereich kommen. Die Feuerwehr hat im Umfeld des Stadions verschiedene Messstellen zur Messung der Schadstoffkonzentration eingerichtet, um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen.

Der abgesperrte Bereich ist weiterhin zu meiden. Anwohner werden weiterhin gebeten Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Die Stadt Straubing hat ein Bürgertelefon eingerichtet, dieses ist unter der Telefonnummer 09421/97168222 erreichbar. Am Bürgertelefon erhalten Anwohner unter anderem aktuelle Verhaltenshinweise.

Update, 11.20 Uhr: Schule evakuiert

Ca. 60 Personen sind durch den Ammoniak-Austritt verletzt worden. Dies sind die aktuellen Zahlen, die der Polizei vorliegen. Zuerst war die Rede von 19 Verletzten. Es wird jedoch damit gerechnet, dass sich die Zahl der Verletzten noch weiter erhöht. Die Verletzten klagen vorwiegend über Augen- und Atemwegsreizungen.  Unter den Verletzten sind auch vier Angehörige der Feuerwehr. Sie werden medizinisch versorgt.

Aus einer in der Nähe des Eisstadions liegenden Schule wurden 118 Schüler evakuiert. Diese klagen zum Teil ebenfalls über Beschwerden. Die Schüler wurden in andere Schulen im Stadtgebiet gebracht.

Die beschädigte Leitung konnte zwischenzeitlich geschlossen werden. Das in der Leitung befindliche Ammoniak tritt jedoch weiterhin aus, eine Spezialfirma wurde an den Einsatzort bestellt.

Es wird weiterhin gebeten die abgesperrten Bereiche zu meiden und diese großräumig zu umfahren. Auch Türen und Fenster sollen im Umfeld des Eisstadions weiterhin geschlossen gehalten werden.

Update, 9.50 Uhr: Bereich wurde evakuiert

Wie die Polizei um 9.30 Uhr mitteilte, sind etwa 75 Anwohner von dem Ammoniakaustritt betroffen. Sie wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Weitere Evakuierungen sind laut Polizei momentan nicht vorgesehen. Als mögliche Anlaufstelle steht die Turnhalle der St. Wolfgangs-Schule in der Regensburger Straße zur Verfügung.

Aktuell sind mehrere Personen bekannt, welche über Atemwegsreizungen klagen. Sie werden medizinisch versorgt.

Die Anwohner werden weiterhin gebeten die Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Zwischenzeitlich konnte die beschädigte Leitung verschlossen werden. Aktuell wird versucht, das verbleibende Ammoniak in der Leitung zu beseitigen.

Erstmeldung

Nach dem Austritt von giftigem Ammoniak in einem Eisstadion in Straubing hat die Polizei mehrere umliegende Straßen gesperrt. Es bestehe nach aktuellem Stand aber keine Gefahr für die Bevölkerung, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Menschen im Umkreis sollten vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten.

Wie das Straubinger Regionalportal idowa.de berichtet, war der Gestank nach Ammoniak bereits nach kurzer Zeit im gesamten Bereich um das Eisstadion zu spüren. Laut ersten Informationen der Zeitung, hat offenbar ein Bagger bei Bauarbeiten eine Leitung beschädigt. Aus der Leitung trat Ammoniak aus. Daraufhin schlug die Meldeanlage im Eisstadion Alarm.

Seit ca. 7.30 Uhr ist das Gebiet rund um das Eisstadion großräumig abgesperrt. Feuerwehr, Polizei und weitere Rettungskräfte sind aktuell vor Ort. Um kurz nach 9 Uhr gelang es den Einsatzkräften laut idowa.de schließlich, den Ammoniakaustritt einzudämmen. Da aber immer noch kleine Restmengen austreten, bleiben die Sperrungen noch in Kraft. Wie lange die Sperren dauern, ist noch unklar.

mh

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