Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wunsch nach Verlegung

Angriff auf Asylbewerber: Alles nur vorgetäuscht!

Miesbach - Das ist ja vogelwild! Reglos und gefesselt lag ein 24-jähriger Pakistani am Boden - die Polizei ermittelte. Nun stellte sich jedoch heraus, wie es zu dem "Überfall" kam:

Durch intensive Ermittlungen der Kripo Miesbach gelang es nun den angeblichen Angriff auf einen 24-jährigen Pakistani am Samstagabend, 31.10.2015, in einer Tegernseer Asylbewerberunterkunft zu klären: Die Tat war vorgetäuscht.

Reglos am Boden liegend und mit einer lockeren Fesselung versehen, hatte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den 24-Jährigen gegen 21.40 Uhr im umzäunten Außenbereich der Asylbewerberunterkunft aufgefunden. Zunächst schien der junge Mann nicht ansprechbar und wurde mit Verdacht auf Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Tatsächlich konnten bei ihm nur leichte Schürf- und Kratzwunden festgestellt werden, schwere körperliche Verletzungen lagen nicht vor.

Die Kriminalpolizeistation Miesbach übernahm die Ermittlungen zu diesem vermeintlichen Angriff gegen den 24-Jährigen. Zunächst war eine Vernehmung des Mannes wegen einer, wie mittlerweile bekannt ist, möglicherweise vorgetäuschten Sprechblockade nicht möglich. Erste Zweifel der Ermittler an der Tat wurden durch rechtsmedizinische Untersuchungen gestützt. Die festgestellten Kratzer und leichten Abschürfungen schienen selbst beigebracht. Ebenso ergaben Versuche, dass die festgestellte Fesselung durchaus von dem 24-Jährigen selbst vorgenommen worden sein könnte.

Mittlerweile konnte der junge Mann zu den Vorgängen vernommen werden. Dabei verstrickte er sich zunehmend in Widersprüche und gab schließlich zu, den Angriff vorgetäuscht zu haben. Als Motiv nannte er seine gewünschte Verlegung zu asylsuchenden Verwandten in Frankfurt. Mit dem vorgetäuschten Angriff hatte er sich eine Steigerung seiner Chancen für einen Umzug dorthin erhofft. Gegen den 24-Jährigen wird nun wegen Vortäuschen einer Straftat ermittelt.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © pa

Kommentare