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Angreifer schrie „Allahu Akbar“ während der Tat

Bei Messer-Attacke in Ansbach: Heldenhafter Passant (20) rettete Schüler wohl das Leben

Ein Mann hat in Ansbach mehrere Passanten angegriffen. Nach dem Angriff ist der Mann in der Nähe des Bahnhofs von der Polizei niedergeschossen und dabei tödlich verletzt worden.
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Ein Mann hat in Ansbach mehrere Passanten angegriffen. Nach dem Angriff ist der Mann in der Nähe des Bahnhofs von der Polizei niedergeschossen und dabei tödlich verletzt worden.

Ansbach – Schockierende Szenen am Donnerstag (8. September) im mittelfränkischen Ansbach: Ein Mann attackierte im Bereich des Bahnhofs mehrere Passanten mit einem Messer, die Polizei schoss auf den Angreifer und verletzte ihn dabei tödlich.

Update, 16.21 Uhr - Heldenhafter Passant rettete Schüler wohl das Leben

Bei der Messer-Attacke in Ansbach hat ein Passant einem Schüler wohl das Leben gerettet. Bei einer Pressekonferenz beschrieb Polizeipräsident Roman Fertinger den Tatablauf so: „Ein Mann kniete auf einem 17-jährigen Schüler, hielt dabei zwei Messer in der Hand und versuchte ihn dabei zu verletzen.“

Ein 20-Jähriger, der zufällig vorbeikam, habe sich sofort auf den Angreifer geworfen. Nur so habe der Angriff nicht fortgeführt werden können. Der Schüler habe dem couragiertem 20-Jährigen offensichtlich sein Leben zu verdanken, so Fertinger.

Update, 14.54 Uhr - Messer-Mann von Ansbach war abgelehnter Asylbewerber

Der Angreifer, der am Donnerstag in Ansbach zwei Menschen mit einem Messer verletzt hatte und von der Polizei erschossen wurde, war als Asylbewerber in Deutschland abgelehnt worden. Der 30 Jahre alte Afghane habe lediglich einen Duldungsstatus besessen, der in einer Woche abgelaufen wäre, sagte der Leiter der polizeilichen Ermittlungen, Dieter Hegwein, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Ansbach. 

Hegweins Angaben zufolge war der Mann mehrfach vorbestraft. Es seien fünf Körperverletzungen sowie ein Sexualdelikt und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Bei der Durchsuchung seiner Umgebung seien unter anderem Antidepressiva sichergestellt worden, sagte Hegwein. 

Update, 14.09 Uhr - Kreise: Verdächtiger von Ansbach ist polizeibekannter Afghane

Der von der Polizei erschossene Verdächtige der Messerattacke von Ansbach ist ein polizeibekannter afghanischer Staatsangehöriger. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter aus Ermittlerkreisen erfuhr, war der 30-Jährige im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen.

Wegen Drogendelikten und mindestens eines Körperverletzungsdelikts war er schon vor der Attacke am Donnerstag der Polizei bekannt. Die Beamten wollten sich zunächst nicht zu der Nationalität äußern – aus ermittlungstaktischen Gründen, wie es hieß. Als islamistischer Extremist war der Mann den Sicherheitsbehörden nach dpa-Informationen bislang nicht aufgefallen.

Erstmeldung, 11.38 Uhr

Am späten Donnerstagnachmittag (8. September) wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei und des Rettungsdienstes in die Nähe des Bahnhofs in Ansbach alarmiert. Um kurz vor 18 Uhr attackierte dort unweit eines Parkhauses ein 30 Jahre alter Mann mit einem Messer mehrere Passanten.

Wie das zuständige Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt, soll der Angreifer unbeteiligten Zeugen zufolge während der Tat mehrmals „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) gerufen haben. „Mehreren alarmierten Streifenbesatzungen gelang es innerhalb weniger Minuten den Mann in der Draisstraße zu stellen“, erklärt die Polizei.

Angreifer von Polizei erschossen

„Als der Mann die Beamten angriff, kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch“, so die Beamten weiter. Der 30-Jährige erlitt dabei tödliche Verletzungen und verstarb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch an der Einsatzstelle. Laut erster Erkenntnisse verletzte der Angreifer zuvor zwei Personen, die sich allerdings glücklicherweise nicht in Lebensgefahr befinden.

Polizeiangaben zufolge werden derzeit „intensive Umfeldermittlungen durch die Ermittlungsbehörden durchgeführt“. Auch ein Zusammenhang mit einem islamistischen oder terroristischen Hintergrund werde dabei geprüft. Am Freitagmorgen (9. September) liefen die Ermittlungen noch weiter, sagte ein Polizeisprecher. Das Motiv sowie die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.

Die weiteren Ermittlungen zur Tat werden durch die Kriminalpolizei Ansbach in enger Abstimmung mit der Ansbacher Staatsanwaltschaft sowie dem Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) geführt.

aic mit Material der dpa

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