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Agentur für Arbeit gibt neue Zahlen bekannt

Erfreulich wenig Arbeitslose im November: Wie die Region dem saisonalen Trend trotzt

Arbeitsagentur
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Erfreulich wenig Arbeitslose im November. Woran das liegt.

Die aktuellen Arbeitslosen-Zahlen der heimischen Arbeitsagenturen fallen erfreulich niedrig aus. Ein saisonbedingter Anstieg ist bisher ausgeblieben. Zusätzlich legen die Agenturen in den kommenden Wochen besonderen Fokus auf die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt.

Rosenheim/Traunstein/Mühldorf - 750 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr. Das ist das Fazit des Arbeitsmarktberichts für November der Arbeitsagentur in Rosenheim. Der Anstieg liege vor allem an den Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind. Sie haben nun Zugang zum Arbeitsmarkt, da sie seit Juni Leistungen aus der Grundsicherung beantragen können und damit von den Jobcentern betreut werden. 

Für den Geschäftsbezirk der Arbeitsagentur Rosenheim bedeutet das eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent. Der gleiche Wert wie auch schon im Monat davor. 7700 Menschen sind hier derzeit arbeitslos gemeldet. „Die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist dadurch begünstigt worden, dass in den witterungsabhängigen Berufsgruppen aufgrund der anhaltend milden Temperaturen überwiegend weitergearbeitet werden konnte”, sagte Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Rosenheim. „Erfreulich ist auch, dass die Zahl der Menschen, die länger als zwölf Monate arbeitslos gemeldet und deshalb von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, bei der Arbeitsagentur und bei den Jobcentern geringer ist als vor einem Jahr“, sagt Schankweiler weiter. 

Nur wenig Änderung bei den Arbeitslosenquoten im November 2022

Hohe Anzahl an offenen Stellen

Für die Jahreszeit sei auch die Zahl der Stellenangebote hoch. 5760 Angebote, die sich überwiegend an Fachkräfte und Spezialisten richten. Aber auch zahlreiche Stellen im Helferbereich seien noch immer ausgeschrieben.

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich im November eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent. Vor einem Monat lag der Wert hier noch bei 4,1. Vor einem Jahr aber lag die Quote mit 3,6 Prozent merklich niedriger. 1455 Rosenheimer sind derzeit ohne feste Arbeitsstelle. 

Im Landkreis Rosenheim wiederum sind derzeit 2,4 Prozent arbeitslos, was in Zahlen 3501 Menschen bedeutet. Im Vergleich zum Vormonat hat sich hier keine Veränderung ergeben, allerdings lag der Wert im November 2021 bei lediglich 2,1 Prozent. 

Leichter Anstieg in Traunstein und Mühldorf

Im Bereich der Arbeitsagentur Traunstein ist eine leichte Steigerung der Arbeitslosen festzustellen. Der November zeige wieder deutlich, dass die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land weit stärker von der Saison abhängig sind als die Kreise Mühldorf und Altötting, sagt Jutta Müller, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Traunstein. „Ein Hauptgrund hierfür ist die Betriebsruhe in Hotels und Gaststätten vor der Wintersaison. In den meisten Fällen ist die Wiedereinstellung zu den Weihnachtsfeiertagen schon besprochen“, ergänzt Müller.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im November 2,5 Prozent. Das entspricht 2499 Menschen, 201 mehr als im Oktober und 334 mehr im Vorjahresvergleich, als die Quote bei 2,2 Prozent lag.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im November 3,1 Prozent, ein leichter Rückgang um 0,1 Prozentpunkte zum Oktober und ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich. 2 091 Menschen waren im November arbeitslos gemeldet, das sind 16 Menschen weniger als im Vormonat und 224 mehr als im Vorjahr.

Woche der Menschen mit Behinderung

Ihr Augenmerk wollen die heimischen Arbeitsagenturen in diesem Monat auf die Situation von Menschen mit Einschränkungen legen. „Diese Bewerberinnen und Bewerber sind ganz oft besondere Menschen mit einem hohen Potenzial und einer guten Ausbildung. Wir würden uns sehr freuen, wenn noch mehr Betriebe ihnen eine Chance geben würden, denn beide Seiten können von deren Arbeit und von deren Persönlichkeit profitieren“, sagt Schankweiler in Rosenheim.

Die Agentur für Arbeit bietet sowohl Förder- als auch Unterstützungsmöglichkeiten bei der Ausbildung und bei der Beschäftigung an. Aktuell seien im Agenturbezirk Rosenheim 620 Menschen mit einer Schwerbehinderung als arbeitslos gemeldet. Das seien zwar 15 weniger als vor einen Jahr, aber immer noch zu viele, sagt Schankweiler weiter. 

Noch viele Lehrstellen unbesetzt

Michael Vontra, der Geschäftsführer des operativen Bereichs der Arbeitsagentur Rosenheim richtet auch abschließende Worte an junge Menschen, die noch auf der Suche nach ihrem beruflichen Weg sind. Bei vielen Berufen ist ein Start in die Ausbildung noch bis zum Jahresende möglich. “

Auch die Jugendlichen, die die Schule im Sommer 2023 abschließen, können sich gerne schon bei der Agentur für Arbeit melden. Es sind schon viele attraktive Ausbildungsplätze mit Starttermin im kommenden September gemeldet und wer sich zuerst bewirbt, hat die größte Auswahl!”

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