Opfer musste notoperiert werden

Asylbewerber (18) in Moosburg niedergestochen - Tatverdächtiger verhaftet

Moosburg an der Isar - Samstagabend wurde ein 18-jähriger somalischer Asylbewerber attackiert und niedergestochen. Die Polizei, die seitdem nach dem Täter fahndete, konnte nun einen Tatverdächtigen festnehmen.

Wie berichtet, wurde am Samstag, den 17. März, gegen 22.20 Uhr in Moosburg ein 18-jähriger somalischer Staatsangehöriger von einem zunächst unbekannten Täter mit einem Messer attackiert und niedergestochen. Das Opfer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und musste in einer nahegelegenen Klinik notoperiert werden. Inzwischen ist sein Gesundheitszustand stabil, Lebensgefahr besteht nicht mehr.

In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Landshut richtete die Kripo Erding eine Ermittlungsgruppe ein. Mehrere Zeugen beschrieben eine männliche Person, mit auffallender Beschreibung, die sich vom Tatortbereich in Richtung Innenstadt entfernte. Markant waren die nackenlangen blonden Haare, die getragene Tarnhose mit schwarzen Flecken und eine Winterjacke mit Fellkapuze.

Im Folge des Presseaufrufes bekamen die Ermittler einen Hinweis aus dem Landratsamt auf einen dort bekannten 22-jährigen eritreischen Bewohner einer Freisinger Asylbewerberunterkunft. Dieser konnte inzwischen angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Beim Tatverdächtigen handelt es sich um ein einen seit 2014 in Deutschland lebenden Asylbewerber, der wegen zahlreicher Gewaltdelikte bereits polizeilich in Erscheinung trat. Im Zuge seiner polizeilichen Befragung ergaben sich weitere belastende Umstände, so dass die zuständige Staatsanwaltschaft Landshut Antrag auf Erlass eines Haftbefehls stellte. Die gestrige richterliche Vorführung beim AG Erding bestätigte den Antrag, so dass der Tatverdächtige nun in Untersuchungshaft sitzt.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv für die Tat haben sich bislang nicht bestätigt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Rubriklistenbild: © dpa

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