Lebensmittelvergiftung?

Miesbach: Großalarm in Asylunterkunft

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Miesbach - War es eine Lebensmittelvergiftung? In einer Flüchtlingsunterkunft sind am Freitagabend plötzlich 44 Asylbewerber erkrankt. Es folgte ein Großeinsatz.

Wie das Landratsamt mitteilte, zeigten 44 der 176 Menschen, die dort in einer Berufsschulturnhalle untergebracht sind, Symptome wie Übelkeit und Erbrechen. Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr errichteten mehrere Sanitätszelte neben der Halle, wo die Erkrankten medizinisch betreut wurden.

Mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort

Da sich ihr Gesundheitszustand schnell besserte, konnten 43 Menschen vor Ort behandelt werden, lediglich eine schwangere Frau wurde vorsichtshalber in eine Klinik gebracht. I

m Einsatz waren unter anderem 62 Feuerwehrleute, 45 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und sieben Notärzte.

Fotos vom Einsatz:

Rettungskräfte in Asylunterkunft in Miesbach

Indizien sprechen für Lebensmittelvergiftung

Ein Sprecher des Miesbacher Landratsamtes, Martin Pemler, sagte am Samstagmorgen, die Ursache für die Erkrankungen sei noch nicht geklärt. Zwar sprächen einige Indizien für eine Lebensmittelvergiftung, wie etwa die Tatsache, dass es allen Erkrankten schnell besser ging.

Allerdings hätten 132 der Bewohner keine Symptome gezeigt, man dürfe also nicht vorschnell von einer Lebensmittelvergiftung ausgehen. Polizei und Landratsamt ermitteln in alle Richtungen nach möglichen Krankheitserregern.

dpa

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