Atmosphäre wie "Urlaub pur"

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Ein perfektes Frühsommerwetter bei Temperaturen um die 20 Grad sorgte am Wochenende auf der Landesgartenschau in Rosenheim für eine Atmosphäre wie "Urlaub pur". Der große Ansturm blieb noch aus und die Besucher konnten es gemütlich angehen lassen. So wie Dunja Hausmann aus Murnau mit Söhnchen Felix.

Rosenheim - Erst vor drei Tagen wurde die Landesgartenschau in Rosenheim eröffnet und schon haben sie viele Menschen in ihr Herz geschlossen.

Das Bild, das sich am gestrigen Sonntag auf dem Gelände bot, erinnerte an "Urlaub pur". Wo man hinblickte, nur fröhliche Gesichter und entspannte Atmosphäre. Diesen Zustand genossen nicht nur die Besucher, sondern auch das Personal. Ihr Resümee über den Start der Landesgartenschau fällt durchwegs sehr positiv aus.

Bilder von der Eröffnungsfeier:

Eröffnungsfeier Landesgartenschau

Von Hektik oder Stress war gestern auf dem gesamten Gelände der Landesgartenschau nichts zu spüren. Der ganz große Besucheransturm blieb noch Auskunft der Gärtnerischen Leiterin Ingrid Rott-Schöwel noch aus und diejenigen, die ihren Sonntag alleine oder mit Familie auf der Landesgartenschau verbringen wollten, bummelten ganz gemütlich durch die Natur oder genossen die Atmosphäre von einem der zahlreichen Liegestühle aus. Einer davon war Peter Schleich, er schaukelte gemütlich in einer Hängematte am Innspitz. Er habe zwar selbst einen Garten, aber hier, so nah am Wasser, sei es einfach wunderschön. "Ich empfinde den Aufenthalt hier als totale Entspannung", schwärmte der Rosenheimer. Auf jeden Fall wolle er in Zukunft noch oft herkommen.

Dauerkartenbesitzer aus der Region waren gestern eindeutig in der Überzahl. Aber es gab auch schon einige, die mittels Busse weite Wege zurückgelegt hatten, um nach Rosenheim zu kommen. Darunter gab es sogar "Landesgartenschau-Experten."

"Ich bin mit unserem Gartenbauverein angereist. Viele unserer Mitglieder haben schon einige Landesgartenschauen gesehen. Wir sind uns einig, das ist die schönste Landesgartenschau aller Zeiten", urteilte von Dunja Hausmann aus Murnau.

Viel zu tun gab es gestern für die beiden Landschaftsgärtner im Bereich der Themengärten. Dabei hielten sich die wirklich gärtnerischen Arbeiten eher noch in Grenzen. Viel mehr waren sie damit beschäftigt, die zahlreichen Fragen der Besucher zu beantworten. "Die interessieren sich für vieles. Die einen wollen wissen, wie man bestimmte Pflanzenarten pflegt, andere interessieren sich für die Anlage eines Teiches", so Landschaftsgärtner Armin Mayer.

Manchmal hatte Mayer gestern auch Zeit, das Verhalten der Gäste etwas genauer zu studieren und dabei kam er zu einer interessanten Feststellung. "Es gibt jene, die haken die Ausstellung Punkt für Punkt einfach ab. Aber es gibt auch Menschen, die nutzen jeden der Gärten zu einer Art Probewohnen", so der Traunsteiner.

Liesel Dolata ist erst 22 Jahre alt und schon Küchenchef auf der Landesgartenschau. "Natürlich war ich aufgeregt, ob auch wirklich alles klappt", erzählt die Leipzigerin.

Besonders gerne gegessen würden alle bayerischen Gerichte, wie etwa Schweinsbraten oder Ochsenbrust. Der Renner an den vergangenen warmen Tagen sei aber ein phantasievoll belegtes Schwarzbrot mit dem französischen Namen "Le Pain": "Das schmeckt unseren Gästen besonders gut."

Der Rosenheimer Peter Schleich in einer Hängematte am Innzipfel.

Noch in der Eingewöhnungsphase sind die einjährigen Biber des Bund Naturschutzes. Sie wurden feierlich auf die Namen "Plitsch" und "Platsch" getauft. Die Zeremonie selbst verschliefen die Tierchen zusammengerollt in ihrem Bau. Da eine Kamera in der Biberburg installiert ist, konnten die Besucher dies zumindest am Bildschirm mitverfolgen. Aus nächster Nähe ließen sich "Plitsch" und "Platsch" aber bisher noch nicht blicken. "Wir hoffen, das wird sich in den kommenden Wochen noch ändern. Jetzt müssen sich die Tiere halt erst noch an den Rummel gewöhnen", so Vereinsmitglied Steffen Storandt. Allerdings freue man sich auch schon darüber, dass die Besucher pünktlich zur Taufe die beiden Nager zumindest per Kamera zu sehen bekamen. Denn selbst das sei in den vergangen Tagen nicht der Fall gewesen.

"Starallüren" haben die Biber aber anscheinend bereits entwickelt. "Plötzlich geben sich die beiden nicht mehr mit Salat zufrieden. Sie werden immer wählerischer und fordern nun Feldfrüchte", erzählte Storandt.

Ein ganz besonders Strahlen lag gestern auf den Gesichtern der Mitarbeiter des Landesgartenschauteams. "Man kann noch so gut planen. Aber erst die Realität zeigt, ob wir damit auch richtig liegen und so wie es heute aussieht, passt einfach alles zusammen. Das macht mich überglücklich", freute sich die Gärtnerische Leiterin, Ingrid Rott-Schöwel.

Ganz bewusst ist sie gestern über das Gelände gegangen und hat dabei die Besucher beobachtet: "Alle sahen völlig zufrieden aus. Sogar die Auswärtigen sagen, dass das neugestaltete Gelände ein großer Gewinn für die Stadt Rosenheim ist."

Den Sonntag wertet Ingrid Rott-Schöwel als "Generalprobe" für den von ihr erwarteten ersten großen Besucheransturm am kommenden Wochenende.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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