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Markus Straßer: Bombastisch schönes Video und alles von Hand gemacht

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Markus Straßer: Bombastisch schönes Video und alles von Hand gemacht
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Neuötting - Markus Straßer ist bekannt für seine witzigen Videos. Jetzt hat der Musikpädagoge und video artist leise Töne angeschlagen und dazu ein bombastisch schönes Video gemacht.

Wer ist Markus Straßer?“, wollte innsalzach24.de anlässlich seines neuesten Projektes „Banjo Bavaria“ wissen. „Was macht ihn aus?“ Anders als sonst, kommt hierzu nicht der Künstler selbst sondern zwei seiner Helfer zum aktuellen Video zu „Banjo und Hang“ zu Wort.

So kennen wohl die meisten den „Musikus“:

Er ist ein sehr feiner und äußerst sensibler Mensch“, sagt Nadja Dorn über den Musikpädagogen Markus Straßer aus Neuötting. Selbstdarsteller sei er und gleichzeitig ein guter Zuhörer: „Er ist nicht nur Sender, sondern auch Empfänger." Das macht Sinn, betrachtet man das neueste Werk des für seine witzigen Videos bekannten Multiinstrumentalisten aus dem Landkreis Altötting. Hinter dem Video zu „Banjo und Hang“ stecken ein achtköpfiges Team an Zeichnern (Nadja Dorn eingeschlossen), mindestens 200 Stunden Arbeit und natürlich die Musik von Markus Straßer am Banjo und Karina Kaltenmarkner auf dem Hang.

„Natürlich hatte er einen Plan“

Es wird was Meditatives“. Diese Info hat auch Björn Holler, ein weiterer der acht Zeichner, vorher bekommen. „Jeder zeichnet sich selber“. Ist Nadja Dorn eben nicht die, „Die immer lacht“, so fand sich Björn in der Rolle eines Mönches wieder. „Es ist wohl wegen meiner ´Frisur´“, lacht er, „aber ich fühle mich gut damit“. Björn und Nadja sprechen im Interview mit innsalzach24.de beide unabhängig voneinander, dass Straßer ein bewundernswertes Gefühl für das Gesicht hinter dem Gesicht von Menschen habe. „Natürlich hatte er einen Plan.“ Der sei aber so offen gewesen, dass jede einzelne „Figur“ im Video so nah wie möglich an den wirklichen Charakterzügen der Zeichner liege.

Markus Straßer: Bombastisch schönes Video und alles von Hand gemacht

Ein straffer Zeitplan

Markus Straßer ist von Beruf Musikpädagoge. Für derartige Projekte investiert er seine unterrichtsfreie Zeit. Außerdem finanziert er alles selbst. Hier sind die Eckdaten zum aktuellen Video:

  • Satte 200 Stunden Arbeit stecken hinter „Banjo und Hang“ und das ist nur die der acht Zeichner.
  • Das Video besteht aus rund 600 einzelnen Zeichnungen. Das Verfahren nennt man Rotoskopie. Die Szenen wurden „in echt“ aufgenommen, auf fünf statt der bekannten 25 Bilder pro Sekunde (Fernsehen) heruntergekürzt, die Standbilder durchgepaust und ausgemalt.
  • Jeder Zeichner bekam 60 Buntstifte sowie Fineliner, Radiergummi und Spitzer. Allein Markus Straßer soll 70 Stunden an seiner Szene gezeichnet haben.
  • Das kleine Mädchen in der Szene mit dem Krieger heißt Theresa. Die anderen aus Straßers Team sind Kerry Balder, Björn Holler, Camilla Blietz, Karina Kaltenmarkner, Harry Hielscher, Nadja Dorn und Petra Brandhuber.

Kunst liegt nicht nur im Auge des Betrachters

Was Straßer mit seinem Team hier abgeliefert hat, ist Kunst für Auge und Ohr. Freilich: Geschmäcker sind verschieden aber Nadja und Björn, die beide vor diesem Projekt noch von gar nichts wussten, legen ihre Hand für die Genialität des Neuöttingers ins Feuer. „Wenn dem so ist, warum macht er nicht mehr draus?“, wollte innsalzach24.de von beiden wissen. 

Markus Straßer als Rotoskopie im Video zu "Banjo und Hang"

Markus Straßer sei ein Mensch, der ein Projekt durchzieht, hat er sich für eins entschieden, mit aller Konsequenz. Das bedeute bei ihm, dass er nur noch daran denke, jede Minute Freizeit investiere. Es scheint aber, als würde ihm der kommerzielle, oder auch „nur“ der ganz große Achtungserfolg, noch fehlen. „So sensibel er für sich und andere er doch ist“, sagt Björn, „Ich glaube, er wünscht sich das und ich wünsche es ihm von ganzem Herzen.

Quelle: innsalzach24.de

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