Fall in Augsburg wird strafrechtlich geprüft

Darum müssen 720 Polizeischüler zwei Abschlussprüfungen wiederholen

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Augsburg/Nürnberg - Seit Donnerstag (14. November) laufen die Abschlussprüfungen des Einstellungsjahrgangs September 2017. Zwei der vier schriftlichen Prüfungen müssen nun nachgeschrieben werden. Der Hintergrund:

720 Polizeischülerinnen und Polizeischüler schreiben seit Donnerstag (14.11.2019) in fünf Ausbildungsstandorten der Bayerischen Bereitschaftspolizei die schriftlichen Prüfungen der "zweiten Qualifikationsebene Polizeivollzugsdienst". Zwei der vier schriftlichen Prüfungen müssen nun nachgeschrieben werden.

Wie die Bayerische Breitschaftspolizei bekannt gab, wurde am Ausbildungsstandort Königsbrunn bekannt, dass ein Polizeilehrer im Vorfeld der Prüfung einer Polizeischülerin Themenschwerpunkte benannt haben soll. Diese sind dann tatsächlich auch in der schriftlichen Prüfung in den zwei Prüfungsaufgaben „Streife“ und „Kriminalistik“ abgefragt worden. Aufgrund dieser Informationen und im Hinblick darauf, dass zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Chancengleichheit aller 720 Prüflinge an den fünf Prüfungsstandorten beeinträchtigt würde, beschloss der Prüfungsausschuss am Montag (18.11.2019), dass diese beiden schriftlichen Prüfungen nun wiederholt werden müssen.

In der Pressemitteilung betont die Bayerische Bereitsschaftspolizei, dass die Prüfungswiederholung keinerlei Folgen für die planmäßige Beendigung der Ausbildung und der damit verbundenen Abgabe der jungen Polizistinnen und Polizisten an den Streifendienst. Außerdem werde dieser Fall strafrechtlich und disziplinarrechtlich geprüft.

Polizeischüler versucht in Nürnberg bei Prüfung zu schummeln

Darüber hinaus gab es während der laufenden schriftlichen Prüfung Hinweise am Ausbildungsstandort Nürnberg, dass ein Prüfling behauptete, dass durch eine Führungskraft erlaubt worden sei, Anmerkungen in den Gesetzestexten anzubringen, welche nach der Prüfungsordnung jedoch nicht zulässig sind. 

Die sofortige Anhörung des Prüflings sowie der Führungskraft vor Ort durch Vertreter des Präsidiums der Bayerischen Bereitschaftspolizei ergab, dass diese Behauptung des Prüflings nicht der Wahrheit entsprach. Die schriftliche Prüfung wurde an diesem Tag in Nürnberg und auch an allen weiteren Prüfungsstandorten der Bayer. Bereitschaftspolizei ordnungsgemäß abgeschlossen. Auch in diesem Fall erfolgt eine strafrechtliche und disziplinarrechtliche Überprüfung des Sachverhalts.

mh/Pressemeldung Bereitschaftspolizei Bayern

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