Versicherungsbetrug flog auf

Millionärssohn (19) ließ seinen Ferrari abfackeln!

+
Das völlig ausgebrannte Wrack des Luxusautos. Zum Vergrößern HIER klicken.
  • schließen

Augsburg - Ein Schweizer Millionärssohn musste sich nun vor dem Jugendgericht verantworten, weil er die Versicherung betrügen wollte. Dabei hat er eigentlich Geld genug...

Er bezieht monatlich 10.000 Euro Taschengeld von seinem Vater, besitzt 15 Luxusautos, sein "alter Herr" hat ihm sogar sein Millionenvermögen übereignet - doch das reichte einem 19-Jährigen aus der Schweiz offenbar nicht.

Kriminellen Plan ausgeheckt 

So brannte das Luxusauto am 29. Oktober vor dem Bordell. Zum Vergrößern HIER klicken.

Weil es mittlerweile ein attraktiveres Nachfolgemodell für seinen Ferrari 458 Italia gibt, wollte er das Auto weiterverkaufen. Dafür hätte er jedoch "nur noch" einen Kaufpreis von etwa 140.000 Euro bekommen. Damit hätte er einen Wertverlust von 100.000 Euro hinnehmen müssen, schreibt die Abendzeitung.

Da heckte er folgenden Plan aus: Drei Helfer aus Bosnien und Serbien sollten den Ferrari vor einem Augsburger Bordell in Brand setzen und dafür 15.000 Euro erhalten. Der Clou dabei: Der 19-Jährige hatte eine Versicherung, die ihm den vollen Kaufpreis des Ferrari ausgezahlt hätte.

Zunächst ging der verbrecherische Schachzug auch auf: Das Auto brannte am 29. Oktober 2014 völlig aus, die Polizei ermittelte im Rotlichtmilieu nach den Brandstiftern, doch dann kamen ihnen immer mehr Zweifel...

Ungewöhnlich erschien den Ermittlern etwa, dass Überwachungskameras aufnahmen, wie der Ferrari von dem hell erleuchteten Parkplatz vor dem Bordell auf das gegenüberliegende dunkle Gelände einer Firma umgeparkt wurde, berichtet die Augsburger Allgemeine. Hinterher hörte die Polizei das Telefon des Schweizers ab und der Versicherungsbetrug flog auf.

Milde Strafe für den Jung-Millionär

Nun kam der Schweizer mit einem blauen Auge davon: Das Jugendschöffengericht Augsburg verurteilte den 19-Jährigen zu 22 Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 30.000 Euro. Diese dürfte er - oder sein Vater - problemlos bezahlen können.

Die anderen Angeklagten wurden ebenfalls zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt, so die Augsburger Allgemeine.

mg

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser