Nach schrecklichem Angriff auf Augsburger Weihnachtsmarkt

Jugendliche schlagen Feuerwehrmann tot: Videoaufnahmen ausgewertet

Augsburg - Bei den Ermittlungen nach den Tätern der schrecklichen Attacke, die am Freitag, den 6. Dezember für einen Feuerwehrmann tödlich endete, wurde nun eine Videoaufnahme von einer Dashcam ausgewertet.

Die Ereignisse in Augsburg am vergangenen Freitag erschütterten ganz Deutschland. Eine Gruppe von sieben jungen Erwachsenen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren gerieten mit einem 49-jährigen Mann in Streit. Wenig später folgte ein Schlag gegen den Kopf des Mannes, er ging zu Boden. Kurz darauf verstarb er in einem Rettungswagen.


Bei den Ermittlungen nach den Tätern der schrecklichen Attacke wertete die Kriminalpolizei auch eine Dashcam aus, berichtet unser Partnerportal merkur.de. Es handelt sich dabei um die Frontkamera eines Taxis das in der Nähe parkte und den Verlauf des Streits, wenn auch in schlechter Qualität, aufzeichnete. Alle Videos, eben auch dieses, seien ausgewertet worden, berichtete Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Auf diese Aufnahmen stützen sich auch die Haftbefehle gegen Tatverdächtige, die eine Jugendermittlungsrichterin erlassen hat.

Michael Menzel, der Anwalt eines der Tatverdächtigen hat Zweifel. Die Aufnahmen zeigen nicht deutlich, dass das Opfer tatsächlich umzingelt worden sei, sondern lediglich eine Schubserei zwischen den Beteiligten. Verteidiger Klaus Rödl, der einen weiteren Verdächtigen vertritt schätzte die Lage ähnlich ein. 


Eigentlich wollten der Verstorbene und seine Frau gemeinsam mit einem befreundeten Paar nur einen schönen Tag auf dem Weihnachtsmarkt verbringen. Der Streit zwischen dem Feuerwehrmann und der Gruppe brach anschließend augenscheinlich aus, weil der 49-Jährige die Gruppe dazu aufforderte leiser zu sein. Sie waren mehreren Anwesenden durch ihre Lautstärke aufgefallen. 

jv

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/dpa

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