Augsburger Polizistenmord: Trauerfeier im Dom geplant

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Im Polizeipräsidium Schwaben-Nord in Augsburg steht ein Kreuz neben Kerzen zum Gedenken an den Polzeibeamten Mathias V.

Augsburg- Vom Augsburger Polizistenmörder und seinem Komplizen fehlt weiter jede Spur. Während die Fahndung nach den Männern auf Hochtouren läuft, trauern die Augsburger um den 41 Jahre alten Familienvater.

Nach dem Mord an einem Polizisten nehmen die Augsburger langsam Abschied von dem zweifachen Familienvater. Für kommenden Montag (14. November) ist nach Informationen der “Augsburger Allgemeinen“ eine offizielle Trauerfeier im Dom geplant. Dazu werde auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erwartet, berichtete das Blatt am Mittwoch. Innenministerium und Polizei wollten diese Angaben zunächst nicht bestätigen.

Am Dienstagabend waren bereits rund 220 Menschen zum Tatort gegangen und hatten dort Kerzen aufgestellt. Die Kollegen des Getöteten stellten im Polizeipräsidium ein Kreuz auf und legten Blumen nieder. “Die Besten gehören zu uns. Du warst einer der Besten. Leb wohl“ schrieben sie auf ein Schild. Auch ein Kondolenzbuch lag im Präsidium aus.

Suche nach dem Täter bislang ergebnislos

Die Suche der rund 40-köpfigen Sonderkommission “Spickel“ nach dem Polizistenmörder und seinem Komplizen verlief währenddessen bislang ergebnislos. Es seien zwar rund 200 Hinweise eingegangen, eine heiße Spur gebe es aber noch nicht, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Ein großer Teil der Hinweise bezog sich auf das Motorrad, das die beiden Unbekannten am Tatort zurückgelassen hatten. Es wurde in der Nacht zum 11. Oktober in Ingolstadt gestohlen. Ein besonderes Augenmerk der Fahnder liegt derzeit auf einer großen Tasche, die die Motorradfahrer dabeigehabt haben sollen. Erkenntnisse erhoffen sich die Beamten auch von der Schusswaffe, die am Samstag gefunden wurde.

Der 41 Jahre alte Polizist und seine Kollegin hatten in der Nacht zum Freitag zwei Motorradfahrer kontrollieren wollen. Nach einer Verfolgungsjagd, die im Augsburger Stadtwald endete, erschoss einer der beiden Unbekannten den Beamten. Die Polizei sperrte das Gebiet danach weiträumig ab - die Täter konnten trotzdem flüchten. Das Waldstück sei sehr schwer zu überblicken, sagte der Polizeisprecher. “Da gibt es viele Schlupflöcher.“ Die beiden Beamten hatten mehrere Schüsse auf die Täter abgegeben - möglicherweise sind diese deshalb verletzt.

dpa

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