Polizei muss mit Schlagstock drohen

Ausschreitungen bei Abtreibungs-Demo in München am Wochenende

München - Im Umfeld einer Demonstration gegen Abtreibung am Samstag in der Innenstadt musste die Polizei mehrere Personen anzeigen und sogar mit dem Schlagstock drohen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Am 3. Oktober, zwischen 13 Uhr und 18 Uhr, fanden drei Versammlungen in der Münchner Innenstadt statt, die das Thema Abtreibung jeweils mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten thematisierten.

Am Odeonsplatz vor dem Reiterdenkmal gab es eine stationäre Versammlung von 13.10 Uhr bis 14.40 Uhr, an der bis zu 140 Personen teilnahmen. An der Luitpoldbrücke/Ecke Widenmayerstraße fand eine stationäre Versammlung von 13.15 Uhr bis 16.30 Uhr statt, an der ca. 60 Personen teilnahmen. Am Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle fand eine sich fortbewegende Versammlung statt, die gegen 14.50 Uhr mit einer Auftaktkundgebung mit 100 Teilnehmern begann. Dazu fanden sich ebenfalls ca. 250 Personen ein, die sich thematisch gegen die Versammlung positionierten.

Um 15.15 Uhr begann die sich fortbewegende Versammlung. Diese machte von 15.55 Uhr bis 16.20 Uhr eine Zwischenkundgebung auf der Luitpoldbrücke. Danach ging es weiter zum Odeonsplatz, wo die Abschlusskundgebung gegen 17 Uhr begann. Diese wurde um 17.25 Uhr beendet.

Auf dem Weg von der Luitpoldbrücke zum Odeonsplatz kam es wiederholt zu Störungen durch Gegendemonstranten. Dadurch musste im Lehel ein Teil der geplanten Zugstrecke verändert werden und ca. 30 Personen versuchten, den Zugweg in der Residenzstraße zu blockieren.

Diese Personengruppe musste kurzfristig in Gewahrsam genommen werden, bis die sich fortbewegende Versammlung die Örtlichkeit passiert hatte. Dabei kam es zu Widerstandshandlungen gegen die eingesetzten Polizeibeamten, die zum Teil auch den Gebrauch des Einsatzmehrzweckstockes androhen mussten.

Mehrere Personen wurden angezeigt. Darunter war auch eine Anzeige wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, eine Anzeige wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie zwei Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen einer Belästigung der Allgemeinheit. Für die Bewältigung des Einsatzgeschehens mussten über 300 Beamte eingesetzt werden. 

Pressemitteilung Polizei München

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