Das passiert mit den Papst-Schildern

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Oberbürgermeister Kösterke: "Die Schilder bleiben stehen."
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Traunstein - Joseph Ratzinger ist als Papst zurückgetreten. Doch was geschieht jetzt mit den Autobahnschildern, die Traunstein als "Vaterstadt des Papstes" deklarieren.

Als Joseph Ratzinger am 19. April 2005 zum neuen Papst Benedikt XVI. gewählt wurde, war besonders in Traunstein die Freude groß. In der Kreisstadt verbrachte das Oberhaupt seine Jugendjahre in seinem Elternhaus am Stadtrand und in seiner Primiz-Kirche St. Oswald. Dort erhielt er seine christliche, menschliche und kulturelle Prägung.

Seit seiner Ernennung zum Papst war Ratzinger zu einem wahren Wirtschafts- und Tourismusfaktor für die Stadt geworden. Neben seinem Elternhaus und seiner Primiz-Kirche gibt es eine "Benedikt-Glocke" im Studienseminar, eine Büste vor der Stadtpfarrkirche St. Oswald und einen "Benedikt-Weg", der vom Wohnhaus der Familie Ratzinger in Hufschlag über das Ettendorfer Kircherl und wieder zurück in die Stadt geht.

Doch folgt nun mit seinem Rücktritt auch der wirtschaftliche und touristische Einbruch für Traunstein. Oberbürgermeister Manfred Kösterke sieht das nicht so: "Es ist für viele Leute nach wie vor interessant, seine Wirkungsstätte zu Besuchen, auch wenn er nicht mehr der amtierende Papst ist. Die Anziehungskraft, gerade für gläubige Katholiken, bleibt weiterhin bestehen." Und daher will die Kreisstadt auch an seiner Werbung für Traunstein als "Vaterstadt Papst Benedikts XVI." festhalten. "Die Wirkung eines Papstes ist ja nicht begrenzt auf die Zeit, in der er sein Pontifikat ausübt." Auch die Straßennamen wie "Papst-Benedikt-XVI.-Platz" bleiben bestehen. "Das macht man ja nicht nur für ein Jahr, sondern um eine verdiente Persönlichkeit zu ehren. Daher werden die Namen und Schilder auch bleiben", so Kösterke.

Quelle: chiemgau24.de

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