Autofahrer aufgepasst: Das neue Schuljahr beginnt

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Rosenheim -  Für fast 10.000 Kinder ist nächsten Dienstag ein wichtiger Termin – Schulanfang. Damit unsere Erstklässler sicher zur Schule kommen, müssen Eltern und Autofahrer mithelfen. 

Es beginnt für unsere kleinen ABC-Schützen ein neuer Lebensabschnitt, der besonders auf dem Schulweg mit einer erhöhten Unfallgefahr verbunden ist. Schüler, Eltern, Kraftfahrer und Polizei sind zusammen gefordert!

Hierzu reicht es nicht, den Schulanfängern gut sichtbare Kleidung anzuziehen, Reflektoren auf den Schulranzen zu heften und ihnen mündlich abstrakte Gefahren zu schildern. Besonders für die „Erstklässler“ ist es wichtig, den Schulweg schon einige Tage vor dem Schulanfang abzugehen und den Kindern vor Ort die möglichen Gefahren an Ampeln, Fußgängerüberwegen, Kreuzungen und Bushaltestellen aufzuzeigen.

Das Schulwegtraining sollte mehrmals wiederholt und kontrolliert werden. Wenn es Ihnen möglich ist, dann begleiten Sie ihr Kind in den ersten Wochen, lassen Sie sich von ihrem Kind die Gefahren erläutern und beobachten sie es auf dem Schulweg.

Denken Sie daran - Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer!

Die Kleinen können meist noch nicht über parkende Autos hinwegsehen. Ihr Blickfeld ist bis zu 30 Prozent kleiner als das eines Erwachsenen. Eine erhebliche Einschränkung! Sie können Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen, unterschätzen Bremswege und glauben oft, dass Autos auf der Stelle anhalten können. Für viele Kinder ist die Straße oft noch ein Abenteuerspielplatz – sie kennen weder die Gefahren noch können sie diese richtig einschätzen und entsprechend handeln.

Und was können Autofahrer tun?

Kinder dürfen im Straßenverkehr nicht einfach wie kleine Erwachsene behandelt werden! Kommen Schüler in Sicht, Tempo klar drosseln und bremsbereit sein. Bringen Sie Geduld mit, warten Sie am Zebrastreifen, geben Sie klare und eindeutige Handzeichen, suchen sie Blickkontakt und lassen sie die Kinder die Straße überqueren, wie sie es in der Vorschule gelernt haben.

Und was tut die Polizei?

Mit dem Ziel, die Sicherheit für unsere Schulanfänger zu erhöhen, werden im Bereich von Schulen verstärkt Verkehrskontrollen durchgeführt. Hierbei wird sich das Hauptaugenmerk der Beamten vor allem auf Geschwindigkeitsverstöße, die vorschriftsmäßige Benutzung von Kindersitzen und auf das richtiges Verhalten an Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen richten. Wir raten auch, ihr Kind erst ab bestandener Fahrradausbildung in der vierten Klasse mit dem Fahrrad in die Schule fahren zu lassen. Ihr Kind kennt dann die Verkehrsregeln und kann sich sicherer im Straßenverkehr bewegen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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