B15: Vier Schüsse in den Kopf 

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Haag - Die Ärzte sind zuversichtlich: Nach bisherigen Erkenntnissen kann der 29-Jährige, der sich auf der B15 bei Haag vier Kugeln in den Kopf geschossen hat, wieder völlig gesund werden.

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Dass sich der Mann im Kreisel bei Haag das Leben nehmen wollte, steht für die Polizei inzwischen außer Frage. Vier Kugeln aus einem Kleinkalibergewehr schoss sich der 29-Jährige im Auto in den Kopf. Sein Glück waren das kleine Kaliber der Waffe und die Kunst der Ärzte. Der Schwerverletzte wurde gestern Abend noch operiert. Nach ärztlicher Beurteilung bestand jedoch keine akute Lebensgefahr. So hat er jetzt eine gute Prognose wieder völlig gesund zu werden. Der Verletzte ist bisher noch nicht vernehmungsfähig.

Der SEK-Einsatz auf der B15 (Nachmittag)

SEK-Einsatz B15

Das Motiv für die Verzweiflungstat vermuten die Ermittler in familiären Problemen. Aus Rücksicht auf die Angehörigen will die Polizei hier jedoch nicht weiter ins Detail gehen.

Was ebenfalls noch nicht geklärt ist, ist die Frage, ob das Kleinkalibergewehr dem 29-Jährigen gehörte und ob er für den Besitz eine Berechtigung hatte. Die Waffe wurde auf dem Boden des Wagens des Mannes gefunden. Er hatte es offensichtlich dorthin geworfen, bevor er sich den Einsatzkräften stellten.

Ob das Abkommen mit seinem Volvo auf die Gegenspur zuvor beabsichtigt war, konnte bisher nicht geklärt werden. Ein 45-jähriger Audifahrer hatte durch ein Ausweichmanöver vermutlich einen folgenschwereren Zusammenstoss verhindert.

Eines betont die Polizei: "Zu keiner Zeit des gesamten Geschehens hat der 29-Jährige andere Personen mit der Waffe bedroht. Von einem Amoklauf, wie es vielfach zu lesen war, kann keine Rede sein."

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