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Backofen: Diese Fehler werden schnell teuer und wie man sie vermeidet

Ein frisch gebackenes Brot wird aus einem Backofen geholt.
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Im Lockdown haben viele Menschen das Brot backen für sich entdeckt. Damit das auch gelingt, kommt es u.a. auf das richtige Heizen des Ofens an.

Bei den meisten Rezepten wird einem das Vorheizen des Backofens empfohlen. Doch oft ist das gar nicht notwendig. Wann man den Backofen vorheizen soll und wie man einige Fehler vermeidet, das erfahrt Ihr hier.

München – In vielen Rezepten im Kochbuch oder auch im Internet aber auch auf den Packungen von Tiefkühlprodukten ist immer der Hinweis „Backofen vorheizen“ zu finden. Klingt zunächst simpel, doch auch beim Vorheizen des Backofens gibt es einiges zu beachten, um das perfekte Ergebnis zu bekommen.

Wer im Stress oder einfach zu ungeduldig und hungrig ist, schiebt die tiefgefrorene Pizza auch einfach mal in den kalten Ofen. Schnell fragt man sich: Ist das Vorheizen überhaupt sinnvoll oder verbraucht es nur unnötig Strom? Denn fertig gebacken ist es am Ende ja doch.

Backofen vorheizen: Mit diesen Tricks spart man Energie und bares Geld

Generell ist das Vorheizen des Backofens vor allem bei Gerichten sinnvoll, die nur kurze Zeit mit hoher Temperatur im Ofen bleiben, wie bei einem Soufflé oder auch Fisch und Fleisch. Firmen nutzen die Anweisung zum Vorheizen oft, weil die Backöfen unterschiedlich schnell warm werden. Auch die Umgebungstemperatur beeinflusst wie schnell er aufheizt. Wenn der Backofen aber erstmal auf Temperatur gebracht und das Gericht dann erst reingeschoben wird, kann auf der Packung eine konkrete Zeitangabe gemacht werden und der Nutzer weiß genau, wann das Gericht fertig ist.

Bei Kuchen, Brot oder Tiefkühlware, wo sich relativ spät eine Kruste bildet, muss der Ofen nicht unbedingt vorgeheizt werden. So spart man schnell mal Energie und Geld. Sogar die Bundesregierung empfiehlt bei neueren Öfen, dass Vorheizen „normalerweise nicht nötig ist“. Bei Umluft sei es außerdem möglich, die Backtemperatur 20 bis 30 Grad niedriger einzustellen. „Umluft ist somit effizienter als Ober- und Unterhitze.“

Backofen vorheizen: Hitzeschock vermeiden - So gelingen Kuchen und Kekse

Energie sparen lässt sich auch, wenn alle Bleche vor dem Vorheizen aus dem Backofen genommen werden. Die werden nämlich ansonsten nur unnötig mit aufgeheizt. Auch zarte Backwaren können auf einem zu heißen Backblech misslingen, weil der Temperaturunterschied von dem zimmerwarmen Teig und dem glühend heißen Blech zu hoch ist. Es kommt quasi zum Hitzeschock.

Kuchenteig wird außen schnell hart und bleibt innen noch flüssig, Tiefkühlpizzen werden zu trocken. Backt man mehrere Teile, wie Weihnachten beim Plätzchenbacken oder bei Cookies, am besten mit mehreren Blechen arbeiten, damit diese nach jedem Backen abkühlen können. Nur ein Blech zu benutzen und es abkühlen zu lassen, ist wenig sinnvoll. Der Backofen läuft so leer und verbraucht unnötig Energie.

So lange braucht der Backofen zum Vorheizen - Unterschied zum Gasherd

Falls keine Temperatur beim Vorheizen des Backofens angegeben wird, kann sich relativ gut auf eine Faustregel verlassen werden. Elektrische Öfen brauchen in der Regel 15 Minuten. Es empfiehlt sich also, den Ofen am Anfang oder während der Zubereitung anzuschalten. Bei Gasherden ist die benötigte Temperatur schneller erreicht.

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