Zollamt Rosenheim enttarnt Fälscher

Über eine Tonne gefälschter Markenbekleidung: 36 Hersteller betroffen

Rosenheim / Bad Reichenhall - Zollbeamte beim Zollamt Bad Reichenhall-Autobahn haben einen Schmuggelversuch von über einer Tonne gefälschter Markenbekleidung verhindern können. Die Zöllner fanden in einem Lkw insgesamt 2.300 Stück Bekleidung, die aus der Türkei kommend an einen Empfänger in Deutschland hätten geliefert werden sollen.

Die Meldung im Wortlaut:

Schon beim Öffnen der ersten Kartons war den Zöllnern klar, dass es sich um Fälschungen handeln dürfte. Völlig unsortiert und ohne die oft aufwendigen Verpackungen von Luxusbekleidungen waren die Kartons vollgestopft.
Bei der genaueren Überprüfung der Waren konnten weitere Fälschungsmerkmale festgestellt werden, die die Hersteller im Verfahren auch allesamt bestätigten. Zudem entdeckten die Zöllner auch die Angabe von unzutreffenden Herkunftsangaben wie „made in Italy“.

Es waren 36 namhafte Hersteller betroffen, deren Markenrechte verletzt waren. Nahezu alle Rechteinhaber beantragten die Vernichtung der Waren.

Durch intensive weitergehende Recherchen konnten die hiesigen Zöllner ermitteln, dass der Anmelder bereits in einem anderen EU-Land mit einer Markenschutzrechtsverletzung auffällig geworden war. Dies führte dazu, dass das Zollfahndungsamt weitere Ermittlungen vornahm und derzeit ein Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Duisburg anhängig ist.
Aus diesem Grunde kann der bereits Ende letzten Jahres erfolgte Aufgriff erst jetzt veröffentlicht werden um laufende Ermittlungen dadurch nicht zu gefährden.

Hätte es sich bei der Einfuhr um echte Markenbekleidung gehandelt, wäre der Wert der Waren geschätzt über 200.000 Euro gelegen.

Die Marken- und Produktpiraterie ist ein Hemmschuh für fairen Wettbewerb und neue Arbeitsplätze. Dies gilt insbesondere für ein Land wie Deutschland, in dem hochwertige Produkte hergestellt werden.

Aber nicht nur deutsche Unternehmen sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass ihre hochwertigen Produkte kopiert und zu wesentlich geringeren Herstellungskosten und überwiegend geringer Qualität unter Ausnutzung billiger Arbeitskräfte dann auf dem europäischen Markt regelrecht verramscht werden. Hier versucht der Zoll, im Interesse von Wirtschaft und Verbrauchern für fairen Wettbewerb zu sorgen.

Weitere Informationen zum Markenschutz und Produktpiraterie finden sich unter www.zoll.de

Pressemitteilung des Hauptzollamt Rosenheim.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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