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News-Ticker zum S-Bahn-Unglück bei Schäftlarn

Verkehrsministerin Schreyer: „Nicht mehr Unfälle auf den eingleisigen als auf den zweigleisigen Strecken“

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) hat darauf hingewiesen, dass eingleisige Strecken nicht per se gefährlicher sind als zweigleisige.
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Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) hat darauf hingewiesen, dass eingleisige Strecken nicht per se gefährlicher sind als zweigleisige.

Schäftlarn – Bei einem schweren S-Bahn-Unglück am späten Montagnachmittag (14. Februar) sind ein Mensch getötet und mindestens 18 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Die aktuellen Entwicklungen am Dienstag (15. Februar) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Schweres S-Bahn-Unglück auf der Strecke Wolfratshausen - Kreuzstraße (S7) bei Schäftlarn Ebenhausen am 14. Februar 2022
  • Fahrgast (24) stirbt, mindestens 18 zum Teil Schwerverletzte
  • Beide Lokführer unter den Schwerverletzten
  • Augenzeugen berichten von „seltsamem Fahrverhalten“ der S-Bahn, die aus Richtung München kam
  • Telefon-Hotline der Deutschen Bahn: 0800/3 111 111
  • Verkehrsmeldungen: bayerninfo.de - Verkehrsmeldungen
  • Bahnverkehr: S-Bahn München - Deutsche Bahn Bayern

Update, 19.06 Uhr - Schreyer zu S-Bahn-Unfall: Eingleisige Strecken nicht gefährlicher

Nach dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München hat Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) darauf hingewiesen, dass eingleisige Strecken nicht per se gefährlicher seien als zweigleisige. „Man hat bei Untersuchungen festgestellt, dass wir nicht mehr Unfälle auf den eingleisigen als auf den zweigleisigen Strecken haben. Weil eben die Technik so hoch ist, dass im Normalfall es kein Problem gibt“, sagte Schreyer am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk.

Auch bei dem Unfall nördlich des Bahnhofs Ebenhausen-Schäftlarn am frühen Montagabend habe die elektronische Sicherung auf der eingleisigen Strecke offenbar funktioniert, sagte Schreyer in der „Radiowelt am Abend“ auf Bayern 2. Die Technik bewirkt, dass der Zug automatisch gebremst wird, „deswegen sind die Züge nicht in voller Wucht aufeinandergeprallt“. Wichtig sei nun, die Ursache des Unglücks mit einem Toten und 18 Verletzten zu finden und daraus Konsequenzen zu ziehen.

Update, 17.03 Uhr - Möglicher Fehler eines Lokführers im Vordergrund der Ermittlungen

Menschliches Versagen könnte die Ursache für den Zusammenstoß zweier S-Bahnen am Montag im Landkreis München gewesen sein. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte am Dienstag vor Journalisten im Landtag, die Ermittlungen konzentrierten sich auf diese Frage. „Nach gegenwärtigem Stand gibt es keine Hinweise darauf, keine Anzeichen dafür, dass es um technisches Versagen geht.“ Im Moment möglicherweise eher im Vordergrund stehe, „dass einer der beiden Triebwagenführer, der Lokführer einen Fehler gemacht haben könnte“.

Die beiden besetzten S-Bahnen waren am Montagnachmittag auf eingleisiger Strecke nahe dem Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn frontal zusammengestoßen. Ein 24-jähriger Mann starb, 18 Menschen wurden verletzt. Sechs Schwerverletzte waren am Dienstag noch in Kliniken, unter ihnen die beiden Lokführer, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie seien noch nicht vernehmungsfähig.

Die Staatsanwaltschaft München, Landes- und Bundespolizei und die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) untersuchen den Unfall. Die Fahrtenschreiber beider Triebwagen wurden sichergestellt, Zeugen wurden vernommen.

Update, 16.45 Uhr - LMU-Klinik aktivierte Notfallkapazitäten

Der S-Bahnunfall von Schäftlarn hat im LMU-Klinikum Großhadern einen Alarmplan ausgelöst. Das Klinikum sei als überregionales Traumazentrum für den Bereich München-Oberbayern Süd bei diesem sogenannten Massenanfall von Verletzten (kurz: MANV) eingebunden worden, teilte das Klinikum am Dienstag mit. Binnen kürzester Zeit seien in der Notaufnahme neun Schockraumteams und neun OP-Säle zur Verfügung gestellt worden. Auch zusätzliche Intensivkapazitäten wurden geschaffen, die teilweise gebraucht wurden. Acht der 18 Verletzten von Schäftlarn seien in Großhadern behandelt worden, sagte ein Sprecher.

Update, 14.53 Uhr - Zug aus München hatte zehn Minuten Verspätung

Einer der beiden bei Schäftlarn frontal zusammengestoßenen S-Bahnzüge war verspätet. „Es gab bei einer S-Bahn Verspätung“, sagte Wolfgang Hauner, Sprecher der Bundespolizeiinspektion München, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Zug aus München Richtung Wolfratshausen sei etwa zehn Minuten zu spät gewesen, der Grund hierfür sei noch unbekannt. Ob es einen Zusammenhang zu dem Unfall gebe, sei völlig offen, betonte Hauner. Anwohner hatten berichtet, eine Bahn habe vergleichsweise lange am Bahnhof gestanden. Bei der Deutschen Bahn war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Bei dem Unfall am Montag südlich von München war ein Mensch tödlich verletzt worden, zudem gab es 18 Verletzte.

Update, 14.33 Uhr - Freigabe der S-Bahn-Strecke nach Kollision nicht absehbar

Nach dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen im Landkreis München bleibt die Strecke zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen bis auf Weiteres gesperrt. „Eine Prognose, wann die Strecke wieder freigegeben werden kann, ist derzeit noch nicht möglich“, teilte die Deutsche Bahn am Dienstag mit. Die Ermittlungsarbeiten dauerten voraussichtlich noch den ganzen Tag. Erst nach der Freigabe der Unfallstelle könne die Bahn mit den Aufräum- und Reparaturarbeiten beginnen. Erst wenn die beiden Züge abtransportiert worden sind, könnten die Schäden an der Infrastruktur begutachtet und behoben werden.

Die S-Bahnen der Linie S 7 in Richtung Wolfratshausen verkehren derzeit bis Höllriegelskreuth und wenden dort vorzeitig. Zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen fahren Pendelbusse, ohne Halt in Icking. Zwischen Icking und Wolfratshausen besteht ein Pendelverkehr mit Großraumtaxis. Der Chef der S-Bahn München, Heiko Büttner, sagte: „Den Angehörigen der Unfallopfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung.“

Update, 13.45 Uhr - Bahnkreise: S-Bahn-Strecke war elektronisch gesichert

Die Unfallstrecke der Münchner S-Bahn ist nach Angaben aus Bahnkreisen mit einer elektronischen Sicherung ausgestattet. Die Technik überwache den Zugverkehr und könne Züge im Notfall automatisch bremsen, hieß es am Dienstag aus Bahnkreisen.

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ verfügte die eingleisige Strecke, auf der am Montag zwei S-Bahnen zusammenstießen, über ein Sicherungssystem der Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB). Das System habe in der Unfallsituation angeschlagen und mindestens einen Zug gebremst.

Update, 12.14 Uhr - Medienbericht: Lokführer soll Haltesignal überfahren haben

Ist menschliches Versagen Schuld am tragischen S-Bahn-Unglück bei Schäftlarn? Wie „Bild“ berichtet, würden Ermittler aktuell davon ausgehen, dass einer der Lokführer ein rotes Halte-Signal übersehen bzw. überfahren haben soll. Innenminister Herrmann gegenüber „Bild“: „Ein technisches Problem wird derzeit ausgeschlossen.“ Es werde jetzt überprüft, inwieweit menschliches Versagen infrage komme.

Update, 11.20 Uhr - Berichte über „lauten Knall“ und „Signalton“

Die Unglücksursache ist weiterhin völlig unklar. Allerdings berichteten mehrere Anwohner vor Ort übereinstimmend von einem „lauten Knall“ und einem „lauten Signalton“. Kurz darauf habe es verbrannt gerochen, schilderte ein Mann. Carlos (19), der in der Unfall-S-Bahn saß, die in Richtung München fuhr, sagte, dass durch den Zusammenstoß alle Fahrgäste von ihren Sitzen geflogen seien. Eine ältere Frau habe am Boden gelegen und stark geblutet. Kinder hätten laut geschrien. Als er sich etwas gesammelt hatte, habe der 19-Jährige dann den Notfallhebel betätigt und damit die Türen der S-Bahn geöffnet. So weit möglich, seien die Passagiere dann selbst aus dem Zug und die Böschung hinuntergeklettert.

Ein 18-jähriger Schüler aus Wolfratshausen saß derweil im anderen Unfallzug, der aus Richtung München kam. Er sei am Ostbahnhof eingestiegen und anschließend sei der Zug - außerhalb von regulären Halts - immer wieder stehen geblieben, alleine in Pullach rund 10 Minuten, so der 18-Jährige. Deswegen sei der Zug erheblich verspätet gewesen. Plötzlich habe es dann geknallt und er sei herumgeschleudert worden. Im vorderen Waggon hätten sich seinen Angaben zufolge etwa 30 bis 40 Menschen befunden, darunter viele Kinder und Jugendliche. Die Aussage über den Knall deckt sich mit den Schilderungen einer jungen Frau, die ebenfalls in der S-Bahn Richtung Wolfratshausen saß, allerdings ganz hinten.

Update, 10.50 Uhr - Fahrtenschreiber sind sichergestellt

Nach dem schweren S-Bahn-Unfall sind jetzt die Fahrtenschreiber beider Triebwagen sichergestellt worden. Zudem seien bereits mehrere Menschen von der Polizei zum Hergang des Unfalls vernommen worden, sagte ein Sprecher am Dienstag. Wer genau die Vernommenen sind und ob auch die beiden schwer verletzten Triebwagenführer darunter waren, blieb zunächst unklar.

Für den Dienstagmittag oder -nachmittag erwartete der Polizeisprecher einen größeren Bergungskran an der Unfallstelle in Schäftlarn südlich von München. Bislang sichern zwei Kräne die teilweise aus den Gleisen gesprungenen Züge. Wann genau mit der Bergung begonnen werden soll, blieb am Vormittag zunächst unklar.

Update, 9.45 Uhr - „Schockierend, welche Kräfte da wirken!“

Inzwischen liegen auch die ersten Reaktionen aus der Politik zu dem schlimmen Unglück vor. „Es ist schon schockierend, wenn man sieht, (...) was da für Kräfte wirken“, sagte die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU), die am Abend direkt zur Unfallstelle geeilt war. Ihre Gedanken seien bei den Angehörigen des Todesopfers und bei den Verletzten: „Ich wünsche sehr, dass auch die, die nicht verletzt sind, diese Bilder möglichst schnell wieder loswerden.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kondolierte via Twitter und sprach den zahlreichen Einsatzkräften seinen Dank aus: „Das sind schreckliche Nachrichten. Wir trauern mit den Angehörigen und wünschen allen Verletzten des S-Bahn-Unglücks schnelle Genesung. Danke an all die Rettungskräfte für ihren schnellen Einsatz!“

Ein Metzger aus Ebenhausen fackelte derweil nicht lange und versorgte die Einsatzkräfte am Abend mit Semmeln, Würsteln und Getränken. Wenn Hilfe gefragt ist, muss man einfach helfen. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein wahrscheinlich, aber vielleicht hat es ein bissl geholfen“, sagte Ingo Ruber gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

Update, 9.05 Uhr - Bergung der Zug-Wracks soll am Dienstag starten

Nach dem Frontalzusammenstoß zweier S-Bahnen steht nun am Dienstag (15. Februar) die Bergung der havarierten und völlig beschädigten Züge im Fokus. Das Technische Hilfswerk (THW) sei die ganze Nacht vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr-Einsatzzentrale im Landkreis München. Im Laufe des Tages werde weiter an der Bergung gearbeitet, sagte ein Bahnsprecher in München. Wie lange sich die Bergungsarbeiten genau hinziehen werden, ist derzeit völlig unklar. Die Strecke ist weiterhin gesperrt. Die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Update, 8.20 Uhr - Gutachter wollen Unfallstelle bei Tageslicht sehen

Die Bergungsarbeiten an den havarierten Zügen haben bislang noch nicht begonnen. Der Grund: Zunächst wollen zwei Gutachter der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung die Unfallstelle bei Tageslicht genau unter die Lupe nehmen. Die entsprechenden Gutachten waren bereits am Montag von der Staatsanwaltschaft München I angeordnet worden. Am Dienstagmorgen (15. Februar) waren bisher lediglich einige Einsatzkräfte von THW und Polizei sowie der DB Sicherheit zur Ausleuchtung und Absicherung der Unfallstelle vor Ort.

Zur Unfallursache gibt es weiterhin noch keine genauen Informationen. Es sei absolut unklar, ob es ein technisches Problem gegeben oder möglicherweise menschliches Versagen vorgelegen habe, hieß es von vor Ort. Zudem war von „schwierigen Rettungsarbeiten“ die Rede, die durch die Lage der Unfallstelle an einem steilen Bahndamm bedingt gewesen seien. Die angrenzende B11 ist genauso wie die Bahnstrecke weiterhin gesperrt.

Update, 7.55 Uhr - Fahrgast schildert Unfall aus seiner Sicht

Es hat einen Knall gegeben und dann hat es mich aus dem Sitz gehauen“ - so schilderte ein Fahrgast vor Ort gegenüber Medienvertretern den Unfall. Der Mann überlebte das Unglück unverletzt. Er sei danach „ein bisserl schockiert“ gewesen, will aber wahrgenommen haben, dass der Zug kurz vor dem Zusammenprall noch leicht abgebremst habe. Ganz sicher sei er sich jedoch nicht, hieß es. Außerdem wollen Augenzeugen ein „seltsames Fahrverhalten“ bei dem Zug wahrgenommen haben, der aus Richtung München kam.

Zudem berichteten Fahrgäste von wiederholt gefährlichen Zwischenfällen auf diesem Streckenabschnitt. Zuletzt wurde es im August 2021 brandgefährlich, als auf Höhe Icking zwei S-Bahnen auf einer eingleisigen Trasse aufeinander zufuhren. Beide Lokführer reagierten damals blitzartig und brachten die Züge in etwa 150 Meter Entfernung voneinander gerade noch rechtzeitig zum Stehen.

Update, 6.55 Uhr - Rund 800 Einsatzkräfte an der Unfallstelle

Die Aufräum- und Bergungsarbeiten nach dem schweren S-Bahn-Unglück laufen im Bereich der Unfallstelle weiter auf Hochtouren. Zudem hat die Polizei umfangreiche Ermittlungen bezüglich der Unfallursache eingeleitet, wie das Polizeipräsidium München in der Nacht auf Dienstag (15. Februar) in einer Pressemitteilung mitteilte. Demnach würden die Erhebungen von der Münchner Verkehrspolizei in enger Kooperation mit der Bundespolizei München geführt, hieß es. Die zuständige Staatsanwaltschaft München I hatte bereits direkt nach dem Unglück entsprechende unfallanalytische Gutachten angeordnet.

Schweres S-Bahn-Unglück bei Schäftlarn - hunderte Rettungskräfte im Einsatz

Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra
Zugunglück bei Schläftlarn
Bei einem schweren Zugunglück am Montagnachmittag in Schäftlarn stießen zwei S-Bahnen zusammen. Es gab einen Toten und mindestens 18 Verletzte. Mehrere hundert Einsatzkräfte waren vor Ort.  © vifogra

Zudem bestätigten die Beamten, dass nach dem Unglück bis zu 800 Einsatzkräfte an der Unfallstelle zusammengezogen worden waren. Beteiligt waren demnach unter anderem Rettungsdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Polizei. Bei dem Toten handelt es sich um einen 24-jährigen Fahrgast mit afghanischer Staatsbürgerschaft. Unter den fünf Schwerverletzten befinden sich nach Polizeiangaben unter anderem die beiden Lokführer der S-Bahnen. Die Züge sind durch den Zusammenstoß beide teilweise entgleist. Die Bahnstrecke bleibt zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen wohl noch länger gesperrt. Auch die B11 ist im Bereich der Unfallstelle weiterhin gesperrt.

Update, 6.10 Uhr - Arbeiten gingen die ganze Nacht über weiter

Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen liefen die ganze Nacht über weiter. Die an die Bahnstrecke angrenzende Bundesstraße 11 (München - Mittenwald) ist im Bereich der Unfallstelle laut dem Verkehrsportal bayerninfo.de weiterhin gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, das Gebiet nach Möglichkeit großräumig zu umfahren. Die betroffene S-Bahn-Strecke ist zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen natürlich ebenfalls bis auf weiteres gesperrt.

Nach dem Crash waren in der Spitze über 170 Feuerwehrleute, 230 Helfer der Rettungsdienste (Rotes Kreuz etc.), 90 Mitglieder des Technischen Hilfswerkes, über 100 Polizisten der Landespolizei, 80 Beamte der Bundespolizei und insgesamt sechs Rettungshubschrauber aus Deutschland und Österreich zur Unfallstelle geschickt worden.

Die Feuerwehr war mit schwerem Gerät im Einsatz und musste mindestens einen schwer eingeklemmten Mann aus den Zug-Wracks befreien. Auch Kriseninterventionsteams und Notfallseelsorge waren im Einsatz. Zudem galt es - neben den laufenden Rettungsarbeiten - die ineinander verkeilten Züge gegen ein mögliches Abrutschen über den steilen Bahndamm zu sichern. Dabei kamen auch mehrere Kräne zum Einsatz.

Die Erstmeldung:

Die beiden S-Bahnen stießen gegen 16.35 Uhr in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn auf der Strecke der Linie 7 (Wolfratshausen - Schäftlarn) zusammen, wie Andreas Franken, Sprecher des Polizeipräsidiums München am Abend bestätigt hatte. Die Ursache war zunächst noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen waren die Züge südlich von München in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs. In dem Bereich ist die Bahnstrecke eingleisig. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet.

Bei dem Toten handelte es sich dem Polizeisprecher zufolge um einen Fahrgast, einen 24-jährigen Afghanen. Fünf Menschen seien schwer verletzt worden, 13 weitere hätten mittelschwere Verletzungen erlitten. Zudem seien 25 Personen ambulant versorgt worden, hieß es weiter. Die Fahrgäste wurden aus den Zügen von einem Großaufgebot an Rettungskräften gerettet. Ein Großteil von ihnen wurde zur weiteren Betreuung ins Kloster Schäftlarn gebracht.

Nach Angaben eines Sprechers der ADAC-Luftrettung zählte die Besatzung des ADAC-Hubschraubers „Christoph Murnau“ zu den ersten Einsatzkräften am Unglücksort. Der Hubschrauber habe aber nur in etwa 300 Meter Entfernung landen können, weil das Gelände am Unglücksort keine Landung zugelassen habe, sagte er. Die ADAC-Luftretter hätten dann aus dem stark beschädigten Zugteil vier bis fünf Schwerverletzte gerettet. Insgesamt seien dann zwar sechs Rettungshubschrauber aus Deutschland und Österreich vor Ort im Einsatz gewesen, die Verletzten seien aber letztlich mit Rettungsfahrzeugen in die Kliniken gebracht worden, erläuterte der ADAC-Sprecher.

Zugunglück bei Schäftlarn (Landkreis München) fordert Todesopfer und Verletzte

Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
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Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte.
Das Zugunglück bei München am 14. Februar forderte zahlreiche Einsatzkräfte. © Gaulke

Laut Polizeisprecher Franken ist einer der Züge wohl entgleist, beide Bahnen stünden aber noch aufrecht. An dem Einsatz waren etwa 680 Kräfte von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk beteiligt. Die genaue Unfallursache ist bislang unklar. Warum beide Züge gleichzeitig auf der Strecke gefahren seien, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte Franken. Das Polizeipräsidium arbeite dabei mit der Bundespolizei zusammen. Die Bahnsicherheit liegt üblicherweise im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) fuhr am Abend an den Unglücksort. „Es ist wirklich dramatisch. (...) Ich bin tief betroffen, weil ja so viele Menschen Leid erfahren“, sagte sie. Das Wichtigste sei jetzt, dass die Verletzten und Angehörigen betreut und unterstützt würden. Zu möglichen Konsequenzen wollte sie sich nicht äußern. „Wir müssen erst mal die Unfallursache feststellen. Wenn wir die kennen, können wir daraus die Schlussfolgerungen ziehen“, so Schreyer.

mw/mh

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