Rammbohrungen an allen Bahnhöfen von Tüßling bis Freilassing

Über 100 Dezibel: Bei Tittmoning und in Laufen wird's laut

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Das Bohrgerät für die Erkundungsbohrungen.
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Tüßling/Freilassing - Die Bahnstrecke zwischen Tüßling und Freilassing soll zweigleisig ausgebaut werden. Jetzt sind in einem ersten Schritt an allen Bahnhöfen Probebohrungen notwendig. In Wiesmühl und Laufen kann es dabei laut werden.

Nun wird gegraben und gebohrt: An allen Bahnhöfen entlang der Zugstrecke zwischen Tüßling und Freilassing wird vom 13. November bis 21. November gearbeitet. Insgesamt wird es an den Bahnhöfen Tüßling, Garching, Kirchweidach, Tittmoning-Wiesmühl, Fridolfing, Kirchanschöring, Laufen und Freilassing 60 sogenannte Kleinrammbohrungen geben. An den Bahnhöfen in Wiesmühl und Laufen lässt die bahn auch jeweils zwei Großbohrungen durchführen.

Bis zu 107 Dezibel in Wiesmühl und Laufen

Die Bahn lässt bei den Bohrungen die Bodenbeschaffenheit untersuchen. Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus sind diese Informationen für neue Oberleitungsmasten, Lärmschutzwände oder Brücken wichtig. Durch die Kenntnis über den Boden weiß die Baufirma, die später den Mast errichtet, genau Bescheid, wie sie den Oberleitungsmast am besten gründen kann.

Die Bahn will durch die Bohrungen die Bodenbeschaffenheit herausfinden, für neue Oberleitungsmasten oder Lärmschutzwände. 

Die Rammbohrungen finden nur werktags und zwischen 7 und 18 Uhr statt. Auch bei den vier Großbohrungen in Wiesmühl und Laufen werde es laut Bahn "zu keiner großen Lärmbelastung kommen". Wie die Bahn auf Nachfrage von chiemgau24.de mitteilt, liegen die Sondierungen im Bereich von maximal 107 Dezibel. Wann genau an welchem Bahnhof gearbeitet wird, konnte die Bahn nicht mitteilen. Die Baufirma gehe im genannten Zeitraum Schritt für Schritt in Eigenregie vor, auch nach dem Wetter müsse sich gerichtet werden. Der Zugverkehr wird nicht beeinträchtigt.

Entwurfsplanung soll nächstes Jahr beginnen

Hier soll künftig der meiste Schienenverkehr zwischen München und Salzburg abgewickelt werden und nicht mehr über Rosenheim. In der Überlegung sind auch neue Haltestellen bei Surheim und Freilassing-Nord.

Vor etwa einem Jahr fiel die Entscheidung im Bundesverkehrsministerium, dass 58 Kilometer lange Strecke zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden soll. Bei Info-Veranstaltungen stellte die Bahn das Projekt in den Gemeinden entlang der Strecke vor. Im kommenden Jahr soll die Entwurfsplanung beginnen, zur Jahresmitte 2020 soll es laut Bahn erneut Bohrungen geben. Über diese sogenannte Ausbaustrecke 38 (ABS 38) soll in Zukunft der Großteil des Schienenverkehrs zwischen München und Salzburg abgewickelt werden, nicht mehr über Rosenheim. Schon seit Einführung des Stundentakts zwischen Mühldorf und Salzburg im Dezember 2018 herrscht auf der Strecke mehr Betrieb

Durch den zweigleisigen Ausbau sollen es dann vor allem mehr Güterzüge werden. Auch die Achslast der Strecke soll auf 22,5 Tonnen erhöht werden. Außerdem soll die Strecke für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h freigegeben werden. Momentan sind es nur etwa drei Güterzüge täglich auf der Strecke. Wie viele es nach dem Ausbau werden lässt sich noch nicht sagen.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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