Bahnstreik: Züge fahren wieder planmäßig

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München - Einen Tag später als erwartet haben heute die Lokführer der Deutschen Bahn gestreikt. In der Region gab es aber kaum Auswirkungen. Die Züge fahren wieder planmäßig. DB-Reiseauskunft

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Bahnverkehr nimmt wieder Fahrt auf

Am Bahnhof Rosenheim war vom Lokführer-Streik keine Spur zu entdecken. Laut Auskunft von Bahnbenutzern verlief der Fahrplan nach München ohne nennenswerte Störungen. Auch die Regionalstrecken in der Region waren davon nicht betroffen. In der Halle des Bahnhofes gab es bis auf einige, die auf den Zug warteten, kein Gedränge.

Bahnstreik: Null Chaos in Rosenheim

So war die Situation heute am Bahnhof Mühldorf:

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DB-Reiseauskunft

Warnstreiks der Gewerkschaft GDL führen zu Einschränkungen im Zugverkehr

Ein Warnstreik der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) führt derzeit bundesweit zu erheblichen Einschränkungen im Nah-, Regional- und Fernverkehr.

Im Nahverkehr sind die S-Bahnen in Berlin, Nürnberg und Stuttgart sowie im Rhein-Main-Gebiet und in Nordrhein-Westfalen betroffen. Bei den S-Bahnen Hamburg und München kommt es aktuell nur zu Verspätungen.

Im Regional- und Fernverkehr kommt es derzeit bundesweit zu Zugausfällen und Verspätungen.

Auch nach Ende der Warnstreiks kann es noch bis in den Abend Behinderungen geben, da die betroffenen Züge erst nach einigen Stunden wieder an den vorgesehenen Einsatzstellen zur Verfügung stehen.

Mehrere hundert Mitarbeiter sind zusätzlich im Einsatz. Verstärkt wird vor allem das Service-Personal im direkten Kundenkontakt an den Bahnhöfen und bei der telefonischen Reisendeninformation. Auch in den Betriebszentralen und Transportleitungen, wo die Disposition von Mitarbeitern und Fahrzeugen erfolgt, sind zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor der Fahrt über die konkreten Auswirkungen des Streiks zu informieren. Hierfür ist ab sofort bis auf Weiteres unter 08000 / 996633 eine kostenlose Servicenummer geschaltet. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter +49 / 1805 / 334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Details sind auch unter www.bahn.de/aktuell oder für Nutzer von mobilen Endgeräten unter m.bahn.de/ris erhältlich.

Fahrgästen, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht antreten können, bietet die Deutsche Bahn aus Kulanz die Möglichkeit, ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten zu lassen. Alternativ können Reisende den nächsten, gegebenenfalls auch höherwertigen Zug nutzen. In diesem Fall wird bei Angeboten wie dem Sparpreis auch die Zugbindung aufgehoben. Für Zeitkarten gelten die tariflichen Umtausch- und Erstattungsbedingungen. Für Verbundfahrkarten gelten die Regelungen der jeweiligen Verkehrsverbünde.

DB

Lokführer-Warnstreik begonnen - erste Ausfälle

Berlin - Im deutschen Bahnverkehr hat nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL ein bundesweiter Warnstreik begonnen. Bis acht Uhr soll der Ausstand dauern. Pendler kämpfen mit ersten erheblichen Behinderungen.

Von dem auf zwei Stunden bis 8.00 Uhr angelegten Ausstand sind die Deutsche Bahn und mehrere private Konkurrenten betroffen, wie ein GDL-Sprecher am Dienstagmorgen in Frankfurt sagte. Pendler und Fernreisende müssen sich auf erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr einstellen.

In Bayern fielen am frühen Morgen nach GDL-Angaben ein Intercity und zwei ICE-Züge aus. In Nordrhein-Westfalen sollten S-Bahnen und Regionalexpresszüge im Ruhrgebiet bestreikt werden. Einen weiteren Aktionsschwerpunkt kündigte die GDL bei der Eurobahn an - und damit in Städten wie Ahlen, Hagen, Neuss und Mönchengladbach. In Berlin war auch die S-Bahn betroffen. An großen Hauptbahnhöfen wie in München und Berlin war die Lage am Morgen zunächst ruhig.

Deutsche Bahn hat sich für die Warnstreiks gerüstet

GDL-Chef Claus Weselsky sagte am Berliner Hauptbahnhof, er gehe davon aus, dass die Arbeitskampfmaßnahmen wirksam seien. Das Signal sei eindeutig, dass die Lokführer bereit seien, für ihre Ziele zu kämpfen. Mit dem Warnstreik will die GDL ihrer Forderung nach einheitlichen Tarifstandards für rund 26.000 Lokführer in der gesamten Bahnbranche Nachdruck verleihen. Ein Kernpunkt sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn.

Tarifverhandlungen mit dem bundeseigenen Konzern sowie den sechs Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn hatte die GDL für gescheitert erklärt.

Die Deutsche Bahn hat sich nach eigenen Angaben für Warnstreiks gerüstet. Um die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, will der Konzern mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter unter anderem in Callcentern einsetzen.

dpa

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