Kreuzungs-Crash im Kreis Landshut

Wirre Aussagen von Beteiligtem sorgen für Hubschraubereinsatz - Polizei sucht „sehr kleine" Verursacherin

unfall
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Unfall bei Baierbach im Landkreis Landshut am 3. September.

Baierbach (Landkreis Landshut) - Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstag, kurz nach Mittag auf der Kreisstraße LA33 im Landkreis Landshut bei Baierbach. Dabei kollidierten ein Mercedes und ein Opel im Kreuzungsbereich, beide Fahrzeuge kamen schwer beschädigt im angrenzenden Straßengraben und einem Feld zum Stehen.

Update, 18 Uhr -

Am Donnerstag, 2. September, um 13.04 Uhr, befuhr ein 20-jähriger Mann mit seinem Opel Astra aus Baierbach kommend die Kreisstraße LA 33 in Richtung Freising. Zum gleichen Zeitpunkt fuhr ein Mercedes GLC die Ortsverbindungsstraße aus Richtung Theobald kommend und bog nach rechts in die LA 33 Richtung Baierbach ein. Im Kreuzungsbereich kam es dann zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Am Unfallort fanden die eintreffenden Rettungsdienst die beiden Fahrzeuge, den Fahrer des Opel, sowie eine 54-jährigen Mann vor. Letzterer gab an, dass er Beifahrer des Mercedes gewesen sei. Am Steuer wär eine Bekannte von ihm gewesen, die sich nach dem Unfall sofort per Fuß in Richtung Fahring abgesetzt hätte. Auf Nachfrage weigerte er sich beharrlich und ohne Angabe von Gründen, irgendwelche Angaben zu der Frau zu machen.

Er ließ sich lediglich zu der Aussage herab, dass sie „sehr klein“ sein. Da er stark nach Alkohol roch, führte er einen ihm angebotenen freiwilligen Alkoholtest durch, der deutlich über dem erlaubten Maß lag.

Obwohl die vorhandenen Indizien eindeutig darauf hinwiesen, dass der Mann sich alleine im Fahrzeug befunden haben muss, wurde mittels eines angeforderten Polizeihubschraubers mit Bodenunterstützung durch die Feuerwehr Altfraunhofen so weit als möglich intensiv die Umgebung nach der angeblich flüchtigen Frau abgesucht. Erwartungsgemäß verlief dies negativ.

Noch an Ort und Stelle wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut bei dem Mann durch den anwesenden Notarzt eine Blutentnahme durchgeführt und sein Führerschein durch die Polizei einbehalten. Anschließend wurde er, sowie der schwer verletzte Fahrer des Opel, durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht.

Die sichergestellten DNA-Spuren auf dem ausgelösten Airbag des Mercedes werden wohl beweisen, wer dieses Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt lenkte. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Sie mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 45.000 Euro.

Pressemeldung Polizei Vilsbiburg

Erstmeldung

Vor Ort wurden durch den Rettungsdienst und Notarzt zwei Personen medizinisch behandelt und anschließend in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Da der vor Ort befindliche Insasse des Mercedes angab, nicht der Fahrer des Mercedes zu sein und dieser von der Unfallstelle zu Fuß geflohen sei, wurde ein Polizeihubschrauber angefordert, der zunächst Luftbilder der Unfallstelle anfertigte und anschließend den Nahbereich mittels Wärmebildkamera absuchte.

Eine vermeintliche Fahrerin konnte jedoch nicht gefunden werden. Um nun den Fahrer des unfallverursachenden Mercedes ausfindig zu machen, stellte die Polizei umfangreiches Beweismaterial sicher. Durch die Feuerwehren aus Altfraunhofen und Baierbach wurde eine Vollsperre eingerichtet und nach der polizeilichen Unfallaufnahme die Kreisstraße gereinigt. Ebenso war der örtlich zuständige Kreisbrandmeister an der Einsatzstelle. Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswägen, einem Notarzt sowie dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.

Beide Fahrzeuge erlitten bei dem Unfall wirtschaftlichen Totalschaden und mussten abgeschleppt werden. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang, insbesondere zum Fahrer des unfallverursachenden Mercedes, werden von der Polizeiinspektion Vilsbiburg geführt. 

fib/DG

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