Mühldorf

Bayerische Folklore in China

Training für China: Edelweißtrachtler Thomas Enzinger hat die Goaßl zur Seite gelegt und übt für den Autritt als Plattler. Foto je

Asienerpobt ist die "Mühlbergmusi", ein Quartett der Blaskapelle Altmühldorf. Im Dezember 2008 spielten die vier Musikanten in Nepal zur Eröffnung eines Staudamms. Heute geht es für Markus Hein und Co. nach China, diesmal mit Trachtlerverstärkung.

"Des geht ganz schön in die Arme", meint Thomas Enzinger, Vorplattler des Trachtenvereins Edelweiß Mühldorf, als er zum wiederholten Male die Goaßl in die Hand nimmt und die Quaste schnalzen lässt. Einige Wochen Training liegen hinter dem 31-Jährigen. In Kunshan in der Umgebung von Shanghai, wird er am Wochenende mit Goaßlschnalzn und Schuhplattln bayerisches Brauchtum vermitteln.

Möglich wurde dies durch die "Mühlbergmusi", die "über viele Ecken", wie Leiter Markus Hein, erzählt, zu dem Engagement gekommen sind. Eine Agentur vermittelte den Altmühldorfern die Teilnahme am Folklore-Fest in Kunshan, einer Stadt in der südchinesischen Provinz Jiangsu, 50 Kilometer nördlich von Shanghai, wo die bayerische Abordnung als einziger Vertreter Deutschlands auftritt.

Dabei geht es nicht nur um Musik, erzählt Hein. "Da sich in unserer Kapelle auch Trachtler befinden, kam uns die Idee, sie gleich mitzunehmen." Und so werden die Brüder Thomas und Josef Enzinger das Quartett nicht nur musikalisch ergänzen, sondern auch platteln und schnalzen. Klarinettistin und Sängerin Hedi Stenger und Sängerin Ramona Buchner von der "Heldensteiner Heubodn--Blosn" wollen in China die "Schützenliesl" oder das Lied vom "Böhmerwald" intonieren. je

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