Die Bilder und Geschichten der Helden

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Die 17-jährige Schülerin Constanze Richter stoppte im Juni 2013 einen Schulbus, nachdem der Fahrer ohnmächtig geworden war. Dafür wurde sie jetzt mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet.

Landkreis - Eine 17-Jährige bewahrt einen Schulbus vor dem Unglück und ein Zangberger überwältigt den Schützen von Dachau. Lesen Sie hier alles zu den Helden aus unserer Region.

Horst Seehofer verlieh an diesem Mittwoch die Bayerische Rettungsmedaille an 88 Lebensretter aus ganz Bayern. Außerdem überreichte der Ministerpräsident 52 Personen die Christophorus-Medaille. Seehofer: "Bayern ist stark, weil die Menschen in unserem Land zusammenhalten und Verantwortung übernehmen."

Unterschied zwischen Rettungs- und Christophorus-Medaille: 

Wer jemanden unter besonders schwierigen Umständen aus Lebensgefahr rettet, erhält nach dem Gesetz über staatliche Auszeichnungen für die Rettung von Menschen aus Lebensgefahr eine öffentliche Belobigung und die Christophorus-Medaille. Mit der Bayerischen Rettungsmedaille wird ausgezeichnet, wer bei der Rettung eines Menschen aus Lebensgefahr sogar sein eigenes Leben eingesetzt hat.

Jüngster Lebensretter, der mit einer Rettungsmedaille ausgezeichnet wurde, ist Matthias Bauer aus Neubeuern. Er warzum Zeitpunkt seiner Heldentat gerade einmal 16 Jahre alt. Zusammen mit drei weiteren Personen rettete er ein Ehepaar vor den Flammen eines brennenden Christbaums. Neben Matthias kommen noch 25 weitere Lebensretter, die heute geehrt wurden, aus unseren Landkreisen. 

Die Lebensretter und ihre heroischen Taten

Auszeichnung für die Helden der Region

Die Helden aus dem Landkreis Rosenheim

Anton Gregor Achatz aus Rosenheim, Thomas Hell aus Feldkirchen-Westerham, Marko Hennersdorf aus Bad Aibling, Matthias Kirchgässner aus Bruckmühl, Andreas Steiner Feldkirchen-Westerham, Alexander Uhl aus Bad Aibling und Jacqueline Werner aus Feldkirchen-Westerham wurden an diesem Mittwoch von Horst Seehofer mit der Rettungsmedaille geehrt. Sie hatten am 18. Februar 2013 eine Frau gerettet, die in das Eis des Höglinger Weihers eingebrochen war. Zuerst versuchten sie die Frau mit Hilfe einer Leiter aus dem eiskalten Wasser zu ziehen. Da die Eisdecke aber zu dünn war, scheiterte der Versuch. Eine Leiter versank sogar im Wasser. Mit Hilfe eines Eisrettungsschlittens gelang die Rettung dann aber doch noch.

Polizeibericht zum Fall

Gottfried Aicher aus Halfing, Hermann Fröhler aus Halfing und Lothar Rauscheraus Söchtenau retteten am 10. April 2013 einen Mann in Halfing aus seinem brennenden Pkw. Erschwerend kam hinzu, dass der Verunglückte sich aufgrund seiner Verletzungen nicht selbst befreien konnte.

Matthias Bauer aus Neubeuern, Korbinian Gall aus Neubeuern, Stefan Hefter aus Neubeuern und Nickolaus Steiner aus Neubeuern haben am 30. Dezember 2012 in Neubeuern ein Ehepaar, dessen Christbaum in Brand geraten war, gerettet. Die Bergung gelang ihnen nur mit Hilfe einer Rettungskette, weil eine 1,50 Meter hohe Flammensäule den Zutritt in das total verrauchte Zimmer beinahe unmöglich machte.

Bericht zum Fall

Anna-Maria Wegner aus Neubeuern hat am 9. November 2012 in Frasdorf eine Frauaus ihrer brennenden Dachgeschosswohnung gerettet. Um die Frau zu befreien, musste sich Wegner durch eine ihr völlig fremde und mit schwarzem Rauch gefüllte Wohnung tasten.

Polizeibericht zum Fall

Mit der Christophorus-Medaille wurde Dragan Brukic aus Rosenheim ausgezeichnet. Er konnte am 17. April 2013 in Rosenheim einen Mann, der mit seinem Fahrrad in die eiskalte Mangfall gestürzt war, aus dem Wasser ziehen. Die Wassertemperatur der Mangfall betrug gerade einmal zehn Grad.

Polizeibericht zum Fall

Die Helden aus dem Landkreis Traunstein

Michael Englmeier aus Siegsdorf, Anna Neubauer aus München und Peter Prüßmann aus München haben am 25. Juni2011 in München einen Mann aus seiner brennenden Wohnung gerettet. Dazu kletterte der Siegsdorfer über die Brüstung auf den Balkon des Appartements, um in die Wohnung zu gelangen. Er schlug anschließend das Glas der Balkontüre ein. Zusammen mit den anderen beiden Helfern gelang es ihm, den schwerverletzten Mann aus der Wohnung zu retten.

Helmut Erl aus Trostberg, Michael Stadler aus Seeon und Elisabeth Unterhuber aus Schnaitsee konnten am 27. Januar 2013 in Obing einem Mann das Leben retten. Er war in der Mitte des Griessees in das eiskalte Wasser eingebrochen. Bei der Rettung brach auch einer der drei Helfer in das Eis ein.

Bericht zum Fall

Die 17-jährige Schülerin Constanze Richter hat am 12. Juni 2013 in Prien einen mit20 Schülern besetzten Bus vor einem Unglück bewahrt. Nachdem der Fahrer bewusstlos geworden war, steuerte der Schulbus führerlos auf eine vielbefahrenen Straße zu. Die junge Schülerin rannte nach vorne und betätigte mit der Hand die Bremse. Erschwerend kam hinzu, dass der bewusstlose Busfahrer mit dem Fuß auf das Gaspedal drückte.

Interview mit Constanze Richter

Die Christophorus-Medaille erhielt Hermann Jelen aus Truchtlaching. Er rettete am 16. Januar 2013 bei Altenmarkt einen Mann, der mit seinem Pkw in einen knietiefen Bach gestürzt war. Das Wasser war bereits in das Fahrzeuginnere eingedrungen, sodass die Rettung wirklich in letzter Minute erfolgte.

Der Held aus dem Landkreis Altötting

Zusammen mit Peter Matthes aus Vachendorf rettete Peter Raunecker aus Burghausen, am 28. Juli 2013, einen 14-jährigen Buben und dessen Vater aus dem Weißbachstrudel bei Schneizlreuth. Der lebensrettende Einsatz war äußerst schwierig, da das Wasser in Form einer Wasserwalze kreiste und somit die beiden in Not geratenen Personen einschloss. Das Ufer war rund 10 Meter entfernt und der Zugang nur über eine nasse und sehr glitschige und steile Felsplatte möglich.

Der Held aus dem Landkreis Mühldorf

Steffen Seidel aus Zangberg und Thomas Thiele aus München haben am 11. Januar 2012 in Dachau einen Mann überwältigt, der bei der Urteilsverkündung auf den Staatsanwalt und den Richter schoss.

Bericht zum Fall

Der Held aus dem Berchtesgadener Land

Christian Böhnke aus Saaldorf-Surheim hat am 2. Juni 2013 in Freilassing einen Mann gerettet, der mit seinem Sohn bei Hochwasser im Keller eingeschlossen war. Erschwerend kam hinzu, dass die Treppe zum Keller bis auf 30 Zentimeter unter die Decke geflutet und die Kellertüre durch angeschwemmte Gegenstände blockiert war. Deshalb musste der Retter durch das Kellerfenster einsteigen, um die blockierte Türe öffnen zu können.

Pressemitteilung Bayerische Staatsregierung

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