Bayerischer Arbeitsmarkt fast unverändert

Nürnberg - Die Arbeitslosigkeit in Bayern hat sich nach Einschätzung von Experten im Februar kaum verändert. Es wird lediglich ein geringfügiger Anstieg erwartet.

Nach dem starken Anstieg im Januar dürfte die Zahl der Jobsucher zuletzt nur wenig zugelegt haben, sagte etwa ein Fachmann des Arbeitsministeriums in München. Auch die Witterung habe sich kaum ausgewirkt. Zum Hintergrund: Gerade in Bayern arbeiten besonders viele Menschen in sogenannten Außenberufen, also auf dem Bau, in Gärtnereien, in der Landwirtschaft oder auch als Bedienung im Biergarten. Bei Schnee und Frost werden sie häufig - oftmals nur vorübergehend - entlassen.

Das schlägt sich regelmäßig in der Arbeitslosenstatistik nieder: Zum Jahresanfang geht die Kurve stets steil nach oben. In diesem Jahr nahm die Zahl der Erwerbslosen um mehr als 51 200 zu. Insgesamt waren im Januar im Freistaat gut 300 100 Menschen ohne Stelle, die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent.

Weil die Entlassungen in den Außenberufen schon im Januar wirksam wurden, ist die Arbeitslosenzahl im Februar trotz der widrigen Witterung nur wenig gestiegen. Zumal die Konjunktur dem saisonalen Anstieg den Wind aus den Segeln nimmt. "Die Wirtschaft nimmt wieder Schwung auf", betonte der Experte des Arbeitsministeriums. Das schwächere vierte Quartal 2012 sei wohl eine Ausnahme gewesen. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen für Februar gibt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag (28.2.) bekannt.

dpa

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