Bayerisches Agrarbündnis gegründet

München - Mit elf Gründungsorganisationen hat sich am Mittwoch in München das Agrarbündnis Bayern gegründet. Es will sich vor allem für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik in der EU stark machen:

Es sei für heimische Bauern nicht hinnehmbar, dass die Agrarpolitik ständig am Weltmarkt und damit auch an den Weltmarktpreisen ausgerichtet sei, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Josef Schmid. “Wenn wir uns immer am niedrigsten Preis ausrichten müssen, macht uns das dauerhaft abhängig von Subventionen.

Neben der AbL in Bayern zählen auch die Landesverbände im Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Bund Naturschutz, dem Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund (DBIB), dem Diakonischen Werk Brot für die Welt, FIAN Arbeitskreis Agrar und Vogelschutz zu den Unterstützern. Auch die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ), Misereor und die Mission EineWelt sind dabei.

Für die bayerische Landwirtschaft und Kulturlandschaft seien die anstehenden EU-Entscheidungen existenziell, denn die bayerische Agrarstruktur mit rund 113 000 Betrieben sei noch weitgehend kleinstrukturiert, betonte das Agrarbündnis in seiner ersten Erklärung. Die künftige Landwirtschaft solle nicht auf die Lieferung von billigen Rohstoffen für die agrarindustrielle Nahrungsmittel- und Energieerzeugung reduziert werden, sondern weiterhin flächendeckend betrieben werden und ökologisch intakte Kulturlandschaften schützen, Arbeitsplätze schaffen und Tierschutzanliegen ebenso ernst nehmen wie globale Entwicklungsfragen, fairen Handel und den Klimaschutz.

dpa

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