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2G im Handel, Kontakte, Obergrenzen, Geisterspiele

Nach Bund-Länder-Gipfel: Diese Verschärfungen kommen jetzt in Bayern auf uns zu

Corona-Regeln November 2021 Söder
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Die bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Söder (CSU) plant wohl neue Corona-Verschärfungen.

München – Die Corona-Zahlen in Bayern bewegen sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Viele Kliniken sind weiter am oder sogar über dem Limit. Deswegen will die bayerische Staatsregierung nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels am Freitag (3. Dezember) im Kabinett die Beschlüsse für den Freistaat nochmal anpassen.

Bereits seit 24. November gelten in Bayern strenge Anti-Corona-Maßnahmen – in Hotspots mit Inzidenzen von 1000 und höher gibt es sogar wieder einen Lockdown (News-Ticker Freitag, 3. Dezember). rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet. Doch am Freitagvormittag dürften die Maßnahmen noch ein weiteres Mal nachgeschärft bzw. angepasst werden. Die Staatsregierung will Geisterspiele für die Fußball-Bundesliga, schärfere Kontaktbeschränkungen und den Zugang zum Handel nur noch für Geimpfte und Genesene (2G) beschließen. Vieles davon war/ist bereits in den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom Donnerstag enthalten. Auch darüber hatte rosenheim24.de bereits berichtet.

Am Mittag werden Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) über die Ergebnisse aus der Kabinettssitzung informieren. Söder hatte in seinem Statement nach der MPK außerdem angekündigt, dass auch das Thema Schule und Corona ein wichtiger Tagesordnungspunkt bei der Sitzung am Vormittag sein wird. rosenheim24.de liefert vorab bereits den Überblick, an welchen Stellen die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels noch angepasst werden bzw. wo Bayern sogar noch einen Schritt weiter gehen könnte.

Diese Beschlüsse sind geplant:

  • Übergangsfrist: Der Bund-Länder-Gipfel hat beschlossen, dass das Infektionsschutzgesetz, das am 15. Dezember in Kraft treten wird, noch einmal überarbeitet und angepasst wird. Dies hatten mehrere Länderchefs vehement gefordert. Damit werden verschärfte Maßnahmen in Bayern, wie zum Beispiel regionale Lockdowns, auch nach diesem Stichtag möglich sein. Die bayerischen Maßnahmen sind in der 15. Bayerischen Infektionsschutzverordnung festgeschrieben.
  • 2G im Handel: Bundesweit wird jetzt auch im Handel die 2G-Regel eingeführt, unabhängig davon, wie hoch die Inzidenz ist. Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte, Apotheken und Drogerien. Bayern wird sich diesem Beschluss wohl vollumfänglich anschließen und dies 1:1 umsetzen.
  • Kontaktbeschränkungen: Für nicht geimpfte Personen gibt es nun strenge Kontaktbeschränkungen in ganz Deutschland. Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, werden auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts begrenzt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind von dieser Regelung ausgenommen. In Bayern gilt bislang, dass sich Ungeimpfte sich nur bis zusammen maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen. Geimpfte, Genesene und Kinder unter 12 Jahren zählen nicht mit. Also bedeutet diese Regel für Bayern nochmals eine Verschärfung.
  • Personenobergrenzen: In Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 350 gilt bei privaten Feiern und Zusammenkünften eine Teilnehmergrenze von 50 Personen (Geimpfte und Genesene) in Innenräumen und 200 Personen (Geimpfte und Genesene) im Außenbereich. Sobald eine ungeimpfte Person dabei ist, gelten die strengen Kontaktbeschränkungen (siehe Kontaktbeschränkungen). Auch das wurde beim Bund-Länder-Gipfel beschlossen – und dürfte in Bayern so umgesetzt werden.
  • „Geisterspiele“ beim Fußball: Bei der Ministerpräsidentenkonferenz konnte sich Söder mit seinem Vorschlag, „Geisterspiele“ bis Jahresende einzuführen, nicht durchsetzen. Deutschlandweit wurde lediglich beschlossen, dass die Teilnehmerzahl für überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen deutlich eingeschränkt wird. Künftig dürfen maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5000 Besucher und im Freien höchstens 15.000 sein. Söder hat für Bayern jedoch bereits einen „Alleingang“ angekündigt und wird wohl „Geisterspiele“ für die bayerischen Klubs anordnen.
  • Gastronomie: In der Gastronomie – sofern diese noch geöffnet haben darf – gilt in Bayern derzeit in Innenbereichen die 2G-Regel. Söder hatte zuletzt angekündigt, auch in Außenbereichen auf 2G umstellen und damit „Schlupflöcher“ zu schließen zu wollen. Unklar ist, ob dies nun am Freitag so beschlossen wird.

mw/mh

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