Radioaktiver Abfall vor der Haustür?

Atommüll-Endlager in der Region: Schickt uns eure Leserbriefe

Landkreis - Wohin mit dem radioaktiven Müll aus deutschen Atomkraftwerken? Laut einem Zwischenbericht der BGE kommen dafür unter anderem Gebiete in der Region in Frage. Was haltet ihr davon?

Insgesamt 90 Gebiete haben in Deutschland laut einem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager. Eines der in Frage kommenden Gebiete erstreckt sich vom Raum Passau über weite Teile Niederbayerns und der Oberpfalz bis in den Südwesten Deutschlands.

Atommüll-Endlager in Rosenheim, Mühldorf, Burghausen oder Chiemgau?

Ein zweites mögliches Gebiet liegt im südlichen Oberbayern, darunter auch der Chiemgau. Zudem bieten sich Gebiete mit Tongestein an. Deshalb kommen auch Areale bei Mühldorf am Inn, Rosenheim und Burghausen in Frage.

Die Teile der Region, welche für ein Atommüll-Endlager in eine erste Betrachtung mit einbezogen wurden. Dabei geht es vor allem um sogenannte Tertiäre Tongesteine.

„Niemand muss Panik haben, weil die Standort-Entscheidung erst 2031 getroffen wird und das Lager erst 2050 in Betrieb gehen soll. Aber ich verstehe sehr wohl, dass viele Menschen ab dem heutigen Tage sehr verunsichert sind", verkündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag, 28. September, in einer Pressekonferenz zum Thema Atomendlager.

Atommüll-Endlager in der Region: Schickt uns eure Leserbriefe

Das Thema Atommüll-Endlager bewegt die Bevölkerung. Aber was ist eure Meinung dazu? Seid ihr für ein Endlager in der Region, sollte es hier definitiv keins geben oder muss man hier differenzieren? Wir sind auf eure Meinung gespannt. Schickt uns eueren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Atommüll-Endlager“ im Betreff).

Bitte sendet uns neben euren Zeilen auch unbedingt euren Namen und euren Wohnort, auch ein Foto von euch könnt ihr gerne mitschicken. Wir veröffentlichen eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

Debatte zum Atomendlager: Stimmen aus der Politik

Auch aus der regionalen Politik meldeten sich zahlreiche Stimmen zum Thema Atommüll-Endlager. So sagte Siegfried Walch, Landrat des Landkreises Traunstein: „Natürlich sind wir nicht glücklich darüber, dass wir bei diesem Thema noch im Rennen sind. (...) In Bayern sind zwei Drittel der Landesfläche betroffen. In diese Erstbewertung sind Kriterien wie Wohnbebauung, Trinkwasserschutzgebiete oder Naturschutzgebiete noch nicht eingeflossen. Auch deshalb ist es schwer vorstellbar, dass der betreffende Bereich in unserer Region tatsächlich als Endlager geeignet ist.“

Der Mühldorfer Landrat Max Heimerl betonte, dass er über das Ergebnis des Zwischenberichts sehr überrascht sei: „Bislang hat es immer geheißen, dass der Untergrund bei uns dafür nicht geeignet sei. Und davon gehe ich auch weiter aus. Die Meldung kam für uns wie aus heiterem Himmel.“

jg

Rubriklistenbild: © Wolfram Kastl/dpa

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