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Beate Uhse ist pleite

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An Staats- und Bundesstraßen

Bayern bekommt rund 580 Kilometer neue Radwege 

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Erlangen - Die Radwege an Staats- und Bundesstraßen in Bayern werden in den kommenden Jahren ausgebaut. Bei etwa 300 Projekten im ganzen Freistaat sollen bis 2019 neue Radwege mit einer Gesamtlänge von rund 580 Kilometern entstehen.

Die Radwege an Staats- und Bundesstraßen in Bayern werden in den kommenden fünf Jahren ausgebaut. Bei etwa 300 Projekten im ganzen Freistaat sollen bis 2019 neue Radwege mit einer Gesamtlänge von rund 580 Kilometern entstehen. Die Staatsregierung will dafür etwa 200 Millionen Euro ausgeben.

Für die Aufstellung des Programms wurde der gesamte Radwegebestand geprüft. Die Kriterien für die Auswahl der Projekte seien Lücken im Netz gewesen oder Stellen, an denen es häufig Unfälle gebe, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in Erlangen. Der ermittelte Gesamtbedarf an neuen Wegen ist laut Herrmann aber deutlich größer. Dieser liege bei rund 1800 Kilometern neuer Radwege, 420 an Bundesstraßen und 1400 an Staatsstraßen. Doch dies könne „nicht innerhalb von fünf Jahren umgesetzt“ werden. Daher seien zunächst Schwerpunkte gesetzt worden.

„Wenn der Radweg, den Sie bräuchten, jetzt nicht dabei ist, können Sie gerne Vorschläge machen“, rief der Minister Fahrradfahrer auf. Denn das Programm werde „natürlich über 2019 hinausgehen“. Die jetzt geplanten Änderungen sind auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar. Besonders viele Projekte sind in Unterfranken sowie im nördlichen und süd-östlichen Oberbayern geplant.

Derzeit gibt es entlang von Bundes- und Staatsstraßen insgesamt rund 6400 Kilometer Radwege. „Wir sind meiner Ansicht nach noch lange nicht da, wo wir hinwollen mit dem Radverkehr“, sagte Herrmann. Er will daher auch mit Radschnellwegen in Ballungsräumen weitere Anreize für das Radfahren schaffen. Zudem möchte er die Kommunen beim Bau von Anlagen etwa an Bahnhöfen unterstützen, an denen man sein Rad abstellen kann. „Wir dürfen nicht das eine Verkehrsmittel gegen das andere ausspielen, sondern müssen sie bestmöglich verknüpfen“, sagte Herrmann. Gespräche mit der Deutschen Bahn würden bereits geführt.

Der SPD-Verkehrsexperte Bernhard Roos forderte die Staatsregierung zudem auf, den Städten und Gemeinden mehr Geld für den Bau von Radwegen zu geben. „Die Fahrradwege sind teilweise in einem katastrophalen Zustand. Außerdem brauchen die Kommunen Gelder, um vernünftige Konzepte für einen sinnvollen Fahrradverkehr im Einklang mit dem Autoverkehr zu entwickeln.“

2014 hatte Hermann ein eigenes Sachgebiet für den Radverkehr und die Nahmobilität bei der Obersten Baubehörde eingerichtet. Derzeit lässt er einen „Radverkehrsplan Bayern“ erarbeiten, der bis Ende des Jahres fertig sein soll.

dpa

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