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Corona-Bußgeld-Katalog: Diese Strafen drohen jetzt bei Verstößen

Nicht nur bei Verstößen gegen die Maskenpflicht drohen derzeit Bußgelder.
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Nicht nur bei Verstößen gegen die Maskenpflicht drohen derzeit Bußgelder.

Bayern - Nach den Verschärfungen der Maßnahmen zum Infektionsschutz stehen neue und härtere Strafen bei Verstößen an. Unwissenheit schützt bekanntermaßen vor Strafe nicht. So sieht es im aktuellen Bußgeldkatalog aus:

Privatpersonen im öffentlichen und privaten Raum

Im Rahmen der Kontaktbeschränkungen sind derzeit lediglich Treffen zwischen zwei Haushalten mit insgesamt maximal zehn Personen in der Öffentlichkeit erlaubt. Trifft man sich mit mehr Personen als erlaubt, winken 150 Euro Bußgeld.

Auch wenn der Sommer vorbei ist und damit die Grillsaison erst im nächsten Jahr wieder ansteht, sollte man derzeit keine Picknicks, Feiern oder Grillfeste auf Wiesen oder anderen öffentlichen Plätzen veranstalten. Da das aktuell nicht erlaubt ist, steht hier bei einem Verstoß ebenfalls ein Bußgeld von 150 Euro an.

Schwere Zeiten für Donald Duck und Max Mustermann. War zwar die Angabe falscher Kontaktdaten zur Nachverfolgung bei einem bisherigen Restaurantbesuch auch nicht zulässig, muss nun bei einem Verstoß mit 250 Euro Bußgeld gerechnet werden.

An verschiedenen öffentlichen Orten und in Geschäften gilt strikte Maskenpflicht. Für alle, welche nicht in die sehr eng gefassten Ausnahmen fallen, droht beim nicht Befolgen der Maskenpflicht eine Strafe von 250 Euro.

Veranstalter und Events

Besonders teuer wird es für Veranstalter, welche sich nicht an die Vorgaben der Infektionsschutz-Verordnung halten. Wird eine Veranstaltung ohne Hygiene- und Schutzkonzept oder gar komplett entgegen der Verordnung durchgeführt, drohen dem Veranstalter 5.000 Euro Strafe.

Teilnehmer von nicht erlaubten Veranstaltungen bekommen im Übrigen auch keinen Freifahrtschein. Bei der Teilnahme an unzulässigen Veranstaltungen sieht der Bußgeldkatalog eine Strafe von 500 Euro vor.

Gastro, Beherbergungsstätten und ähnliches

Wer seinen Gastro-Betrieb, Beherbergungsstätte, Praxis oder ähnliche Einrichtungen entgegen der Verordnung weiter betreibt, muss - wie auch Veranstalter unzulässiger Veranstaltungen - mit 5.000 Euro Bußgeld für den Betrieb rechnen.

Richtig teuer wird es, wenn man aktuell unzulässig Messen, Tagungen, Ausstellungen, Kongresse oder ähnliches veranstaltet. In diesem Fall sieht der neue Bußgeldkatalog eine Strafe von 10.000 Euro vor.

Doch auch das ist nicht der höchste Satz an Bußgeld, den man bei Verstößen erreichen kann. Bei verbotswidrigen Betrieb von betrieblichen Unterkünften setzt der Bußgeldkatalog 25.000 Euro Strafzahlung für die Verantwortlichen an.

Für den Betrieb von Kulturstätten wie Theatern, Kinos oder ähnlichem, welche gegen die Begrenzung der Teilnehmerzahl verstoßen oder der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann oder gar kein Schutz- und Hygienekonzept haben ist eine Strafe von 10.000 Euro vorgesehen.

Für Wiederholungstäter wird es noch teurer

Die Strafen des Bußgeldkatalogs gelten für den vorsätzlichen Verstoß. Bei wiederholten Vergehen können die Bußgelder sogar jeweils verdoppelt werden.

mda

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