Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eure Meinungen zur „3G-Regel“

Sandra aus Palling: „Sind nicht die Geimpften vielleicht sogar die Superspreader?“

Sandra Lechner hat uns ihre Meinung zur 3-G-Regel geschickt.
+
Sandra Lechner hat uns ihre Meinung zur 3-G-Regel geschickt.

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland und Bayern steigt derzeit täglich weiter an - auch die Region ist betroffen. Dementsprechend werden vielerorts auch die Corona-Regeln wieder verschärft. Die Einschränkungen treffen vor allem Ungeimpfte, denn ab einer Inzidenz von 35 gilt die „3G-Regel“. Ihr habt uns Eure Meinungen zur Maßnahme geschickt.

Bayern - Die Inzidenzwerte steigen seit Wochen wieder stark an, auch in der Region haben alle Landkreise außer Traunstein die 50er Inzidenz geknackt. Die Stadt Rosenheim kratzt sogar schon an der 200er-Marke (Ticker 26. August). Um der Lage Herr zu werden, haben Bund und Länder neue Beschlüsse gefasst. Am Montag, 23. August, trat ein neuer Beschluss des letzten Bund-Länder-Treffens in Kraft. Künftig gilt die „3G-Regel“, auch in Bayern.

Bei hohem Infektionsgeschehen (also Inzidenzen über 35) dürfen nur jene Menschen in öffentliche Innenräume, die entweder geimpft, genesen oder eben negativ getestet sind. Betroffen sind unter anderem Kliniken, Pflegeheime, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Friseure, Hotels, Restaurants und Veranstaltungen (z.B. in Sport und Kultur). 

Wer also nicht geimpft ist, muss künftig einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder POC-Antigentest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorlegen. Außerdem sind laut der 13. Bayerischen Infektionsschutzverordnung auch Selbsttests (Antigentest zur Eigenanwendung) zulässig, die vor maximal 24 Stunden unter Aufsicht durchgeführt wurden. Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter sechs Jahren müssen sich nicht testen lassen.

Wir haben euch nach euren Meinungen zur 3G-Regel gefragt und ihr habt uns fleißig geschrieben. Ganze 66 Prozent der Leser haben in einer Umfrage angegeben, dass es sich ihrer Meinung nach bei der neuen Maßnahme um Diskriminierung gegen Ungeimpfte handle. 28 Prozent sind der Meinung, dass die Pandemie anders nicht mehr in den Griff zu bekommen sei und 6 Prozent sehen der Regel entspannt entgegen, solange man getestet noch Zugang überall erhält (Stand 26. August, 9.24 Uhr).

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Anonym aus Bayern

Die 3G-Regel ist Diskriminierung. Auch der kostenpflichtige Test ist nichts anderes, als ein Zwang zur Impfung. Die Regierung macht Vorgaben, dann sollten die Tests weiterhin kostenfrei bleiben. Schließlich arbeite ich und bezahle meine Steuern. Seit 20 Jahren fragt mich keiner nach einem Impfausweis und jetzt ist er wichtiger als mein Personalausweis!

Nadine aus dem Kreis Rosenheim

Ich arbeite selbst in einer Bäckerei im Landkreis und muss leider sagen, dass diese Regel wichtig und auch richtig ist. Wir haben leider seit Anfang der Pandemie festgestellt, dass sich die Menschen nicht mehr an die Auflagen halten. Seitdem auch noch die Urlaubszeit ist, ist es, als ob es die Pandemie gar nicht geben würde. Es gibt Urlauber, die es nicht einsehen, dass wir in Bayern noch die FFP2-Maskenpflicht haben. Die Abstandseinhaltung von eineinhalb Metern wird weder von Einheimischen/Urlaubern geschweige den Rentner eingehalten.

Erklärt man diesen Personen aber die Auflagen des Infektionsschutzgesetzes inklusive behördlichen Anordnungen, heißt es nur „Ja ja, die Bayern spinnen doch“. Seitdem wieder Urlauber unterwegs sind, steigen die Zahlen leider wieder. Wir im Handel, Gastro, Dienstleistungen, wir müssen uns daran halten, was die Behörden sagen, machen uns keinen Spaß daraus, geschweige denn haben wir eine Lust auf den Papierkram!

Bitte haltet euch doch verdammt nochmal daran, was von den Behörden gesagt wird, sonst kommt bald der nächste Lockdown und das möchte doch keiner!

Sandra Lechner aus Palling

Sandra Lechner aus Palling.

Vergleicht man die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland heute (56,4) mit der vor genau einem Jahr (10,3) fragt man sich – was genau hat die Impfung gebracht? Diese Zahlen kann man auf der Homepage des RKI einsehen.

Nun ist ein Großteil der deutschen Bevölkerung geimpft, dennoch sieht uns das RKI am Beginn der vierten Welle. Geimpfte und Genesene können, wie wir wissen (sogar schwer) erkranken, können sterben, können das Virus weitergeben und somit andere infizieren, ABER müssen nicht getestet werden. Wieso? Sind nicht sie vielleicht sogar die Superspreader?

Von Anfang an hieß es, es wird keine Impfpflicht geben. Dann wurde der Ton rauer, aus „Ungeimpften“ wurden plötzlich „Impfverweigerer“, die sich nicht wundern müssen, wenn sie „zur Party nicht eingeladen werden“. Unser Herr Söder ist noch um einiges radikaler als die Bundesregierung in Berlin. Nun sollen diese bösen „Impfverweigerer“ für ihren Test selber zahlen, um weiterhin am öffentlichen Leben teilnehmen zu dürfen. Was ist das, wenn keine Diskriminierung? 

Ich hoffe doch, die „Impfwilligen“ müssen zukünftig auch selbst für ihre Impfung aufkommen, ebenso wie für die Folgekosten unerwünschter Impfreaktionen. Gleiches Recht für alle, oder?

Und nein, ich bin kein Querdenker, kein Verschwörungstheoretiker, kein Impfgegner, nicht rechts, links oder was auch immer. Ich möchte mich nicht impfen lassen, weil es eine gesundheitliche Entscheidung ist, das Risiko einer Erkrankung dem Risiko möglicher Impfnebenwirkung entgegenzustellen und den für sich selbst richtigen Weg zu finden. Für mich bedeutet dies, dass die bisher unerforschten Langzeitfolgen der Impfung ein höheres Risiko darstellen als die Erkrankung selbst. Jeder sollte diese Entscheidung frei für sich treffen dürfen und nicht irgendwelche Sanktionen fürchten müssen, wenn man sich Söders Wunsch nicht beugt.

Norbert Klinger

Ich empfinde die 3G-Regel als eine absolute Sauerei! Jeder, der möchte, kann sich jetzt impfen lassen. Also ist die einzig logische Schlussfolgerung: Selbstbestimmung! Das soll heißen: es müssen alle Einschränkungen für alle aufgehoben werden. Wer sich nicht impfen lassen möchte, geht dann bewusst das Risiko ein, krank zu werden. Wer geimpft ist, muss doch vor Ungeimpften keine Angst mehr haben, die Impfung ist doch ein super Schutz! Oder vielleicht doch nicht?

jv

Kommentare